Polizei kontrolliert verstärkt Autofahrer

Drogenfahrten nehmen zu

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Uelzen. Junge Autofahrer sitzen seltener alkoholisiert am Steuer, weiß Ralf Munstermann, Leiter des Streifendienstes der Uelzener Polizei. Sie würden in der Fahrschule besonders dafür sensibilisiert.

Während seine Mitarbeiter im vergangenen Jahr fast sechs Prozent weniger Personen am Lenkrad unter Alkoholeinfluss zählten, stieg die Menge der Fahrer, die Drogen genommen hatten, um knapp zwölf Prozent. Es sei absehbar, dass bald so viele Fahrer unter Beräubungsmitteln, insbesondere Cannabis, erwischt werden wie alkoholisierte Fahrer, vermutet Munstermann. Das Personal sei speziell dafür geschult und werde auch künftig unter diesem Aspekt verstärkt die Autofahrer im Landkreis kontrollieren.

Auf Medikamentenmissbrauch solle ebenfalls stärker geachtet werden. „Die Folgen sind die Gleichen“, sagt Munstermann. Daher werden auch in einem Präventionsprojekt „Sicher mobil 50+“ speziell Senioren darauf hingewiesen, mit Medikamenten bewusst umzugehen.

Diese Altersklasse ist nach Angaben von Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte der Polizeiinspektion Lüneburg/Uelzen/Lüchow-Dannenberg, auch diejenige, in der am häufigsten Unfallflucht begangen wird. Seit 2007 ermittelt die Polizei immer mehr wegen Fahrerflucht. 2013 entfernten sich 475 Unfallfahrer vom Ort, ohne das Geschehen zu melden. Aufgeklärt wurden 194 Fälle, so die aktuelle Unfallstatistik. Hauptsächlich gehe es dabei um Blechschäden auf Parkplätzen, erläutert Carsten Kappey von der Uelzener Polizei. In den meisten Fällen habe der Geschädigte keine Hinweise auf den Täter. „Da muss man ein ganz anderes Unrechtsbewusstsein entwickeln“, appelliert Dieter Klingforth, Leiter des hiesigen Polizeikommissariats, an Unfallflüchtige. Es fehle die Bereitschaft, „einfach mal zuzugeben“, einen Schaden an einem fremden Auto verursacht zu haben.

Von Diane Baatani

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