Salzwedeler war Kunde bei Schafwedeler Plantagen-Anbauern

Drogen-Käufer vor Gericht

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Symbolfoto

Uelzen/Dannenberg. Der Cannabis-Anbau in Wohnhäusern in den Landkreisen Uelzen und Gifhorn hat Folgen: Ein Kunde der Cannabis-Plantage aus Salzwedel ist gestern vom Amtsgericht Dannenberg wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln zu einem Jahr und sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Die Plantagen-Anbauer, eine 54-jährige Frau und ihr 60 Jahre alter Ehemann, haben selbst zur Aufklärung des Verfahrens beigetragen. In der gestrigen Verhandlung vor dem Schöffengericht sagten die beiden als Zeugen aus und belasteten damit den ehemaligen Abnehmer. In den nächsten Wochen werden voraussichtlich noch weitere Kunden des Ehepaars vor Gericht stehen. Die 54-jährige Frau selbst war in der vergangenen Woche vom Amtsgericht Uelzen zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden, nachdem sie gestanden hatte, unter anderem in Wohnhäusern in Schafwedel und in Schweimke Cannabis angebaut zu haben. Einen Teil der Blüten habe sie selbst genutzt, an ihre Kinder abgegeben und an Kunden weiterverkauft. Der 60 Jahre alte Ehemann hatte eingeräumt, seine Frau zu Kunden gefahren zu haben, er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten.

Dem jungen Mann aus Salzwedel wurden gestern fünf Taten zur Last gelegt. Nach Angaben des Amtsgerichts hat er in Clenze dreimal Marihuana in kleinen Mengen für den Eigenbedarf und zweimal in größeren Mengen gekauft. Ob der Angeklagte die Drogen weiterverkauft hat, konnte im Laufe des Verfahrens nicht festgestellt werden. In einem der Fälle lag der Wirkstoffgehalt weit über dem Dreifachen der Menge, die noch als gering betrachtet wird. Somit kam es zum Gesamturteil von einem Jahr und sechs Monaten Bewährungsstrafe für den Salzwedeler. Als Bewährungsauflage muss er eine Summe von 700 Euro an die Landeskasse zahlen.

Von Diane Baatani

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