DRK-Kreisverband Uelzen begrüßt neues Gesetz zu Notfallsanitätern

Mehr Qualität fürs Personal

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Charlene Bielke, Auszubildende zur Rettungssanitäterin, und der Rettungssanitäter David Kokott sind für das DRK im Einsatz.

Uelzen/Landkreis. Es geht um die qualifizierte, flächendeckende medizinische Hilfe für Menschen in Notsituationen. Dieses Ziel hat das neue Notfallsanitätergesetz, das am 1. Januar in Kraft getreten ist.

Auf den DRK-Kreisverband Uelzen wird dieses Bundesgesetz direkte Auswirkungen haben, erklärt Geschäftsführer Heinz Meierhoff. Denn künftig soll den Rettungsdiensten noch besser qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen.

Bislang gibt es dafür zwei unterschiedliche Berufsstandards: den Rettungssanitäter und den höher qualifizierten Rettungsassistenten. Von den 98 hauptamtlichen Kräften für den Einsatz im qualifizierten Krankentransport und in der Notfallrettung haben sich beim DRK-Kreisverband inzwischen 94 Personen zu Rettungsassistenten ausbilden lassen oder werden das bis zum Ende des aktuellen Lehrgangs im März noch machen. „Unser Ziel ist, in diesem Bereich nur noch hochqualifiziertes Personal zu beschäftigen“, betont Meierhoff.

Mit dem neuen Gesetz ändern sich nun aber die Ausbildungsvorgaben – und sie erhöhen die Anforderungen noch einmal. Künftig tritt neben den Rettungsassistenten das Berufsbild des Notfallsanitäters. Damit geht eine Verlängerung der Ausbildungsdauer von zwei auf drei Jahre einher. „Der Notfallsanitäter wird noch viel mehr der Assistent des Notarztes sein und unter dessen Anleitung eigenverantwortlich handeln“, erläutert Meierhoff.

Dazu durchläuft der Notfallsanitäter mehr als 4000 Stunden Ausbildung. „Sie umfasst einen theoretischen Teil in der Rettungsschule in Goslar, Praktika in Kliniken und die praktische Ausbildung in der Lehrrettungswache und im Rettungswagen“, zählt Michael von Geyso, Leiter des Geschäftsbereichs Rettung beim DRK-Kreisverband Uelzen, auf. Die Ausbildung werde voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2014 starten.

Meierhoff und von Geyso begrüßen das neue Gesetz. „Es führt zu einer Qualitätsverbesserung und zur Steigerung der Versorgungssicherheit im Kreis Uelzen“, ist der Geschäftsführer überzeugt. Denn aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung sei mit mehr Notfalleinsätzen zu rechnen. Zudem werde durch die neue Ausbildung die Arbeitsplatzsicherheit der DRK-Mitarbeiter erhöht. Hier zahle es sich aus, dass der Kreisverband vorausschauend die Qualifikation seines Personals vorangetrieben habe.

Für Meierhoff sind die Notfallsanitäter aber „nur ein Mo-saikstein im Gesamtspiel des DRK-Kreisverbandes“. Zusammen mit den Ersthelfern, der Schnelleinsatzgruppe und dem gesamten Bereitschaftswesen gebe es ein komplexes Hilfeleistungssystem aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften.

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