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Drei neue mobile Treffpunkte für Uelzens Teenager

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Von: Lars Becker

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Kinder und Jugendliche tummeln sich gefühlt viel weniger draußen als vor Corona. Diesem Trend möchte die Hansestadt über das Baxx jetzt begegnen.
Kinder und Jugendliche tummeln sich gefühlt viel weniger draußen als vor Corona. Diesem Trend möchte die Hansestadt über das Baxx jetzt begegnen. © Privat

Die Hansestadt will an beliebten Treffpunkten von Jugendlichen drei „Baxx-Boxen“ aufstellen. Dabei werden Überseecontainer um- und ausgebaut. Der Förderbescheid des Landes dazu soll in den nächsten Tagen im Rathaus eingehen.

Uelzen – Weil die sozialen Einschränkungen der Corona-Pandemie Kinder und Jugendliche besonders stark belasten, hat das Land Niedersachsen das 25 Millionen Euro starke Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“ aufgelegt, mit den Aktivitäten der Kinder- und Jugendarbeit unterstützt werden sollen. Einer der Bausteine heißt „Aufwertung und Schaffung von Jugendplätzen“. Gefördert werden hier Ausgaben für Treffpunkte von jungen Menschen ab 14 Jahren.

Hier setzt die Hansestadt Uelzen an. Wie Stadtjugendpfleger Christian Helms in der Sitzung des Sozialausschusses mitteilte, ist geplant, unter dem Titel „Baxx-Boxen“ drei Container anzuschaffen, die als mobile Treffpunkte dort aufgestellt werden sollen, wo sich Teenager im Stadtgebiet gerne aufhalten. „Der positive Bescheid ist für die nächsten Tage vom Land angekündigt“, so Helms, der erläuterte, dass 35.000 Euro vom Land fließen sollen und weitere 5000 Euro vom Landkreis Uelzen.

Kinder wieder auf die Straße bringen

Helms stellt gegenüber der AZ fest: „Tatsächlich ist erkennbar, dass die Jugendlichen weitgehend aus dem Sichtfeld der Öffentlichkeit verschwunden sind, sofern es sich um ihre Freizeitgestaltung handelt.“ Deshalb laute die Devise nun, sie wieder auf die Straße zu bringen. Ansatzpunkt dafür sind besagte drei Container.

„Wir sind der Meinung, dass wir Orte, an denen sich Jugendliche üblicherweise treffen, attraktiver gestalten und zusätzliche Anreize schaffen müssen. So entstand die Idee im Rahmen einer Dienstbesprechung im Jugendzentrum Baxx. Sie ist auch mit anderen Vereinen und Einrichtungen in Uelzen diskutiert worden und hat uns im Ergebnis bestärkt, die Projektmittel zu beantragen“, so Helms.

So sollen die „Baxx-Boxen“ aussehen

„Eine Baxx-Box lässt sich als überdachte Veranda beschreiben, die aus einen Übersee-beziehungsweise. Lagercontainer gebaut wird. Dabei wird eine Längsseite ganz geöffnet, die zweite als Rückseite bleibt geschlossen und die kurzen Stirnseiten werden halboffen gestaltet. Die Container sind sechs Meter lang, 2,4 Meter breit und 2,6 Meter hoch.

Die Inneneinrichtung besteht aus Sitzgelegenheiten und Tischen, die aus Paletten gefertigt werden können. Jede Baxx-Box soll ein Solarpaneel erhalten, dass Strom für eine Beleuchtung sichert und über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird. Das gleiche gilt für einen WLAN-Router“, so der Stadtjugendpfleger. Die Baxx-Boxen seien äußerst stabil, damit vandalismussicher und könnten bei Bedarf ohne großen Aufwand an einen anderen Ort transportiert werden, wenn dieses aufgrund der Besucherfrequenz oder anderer Gründe sinnvoll ist.

Resonanz im Ausschuss positiv

Wie Helms berichtete, seien zwei von drei Standorten quasi gesetzt: an der Skater-Anlage auf dem Albrecht-Thaer-Gelände („Das ist ein akzeptierter Standort“) und an der neuen Dirt-Bike-Bahn in Oldenstadt. „Den dritten möchten wir zusammen mit den Jugendlichen entwickeln.“

Die Resonanz war positiv. „Die ,Baxx-Bocen‘ sind eine super Sache“, sagte der Ausschussvorsitzende Jörg Kramer (SPD). Jon Matz (CDU) meinte: „Eine klasse Idee! Wir sollten auf jeden Fall versuchen, einen Container in der Innenstadt aufzustellen.“

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