Landkreis Uelzen: Versorgungsquote bei 24 Prozent

Drei Krippen in einem Jahr

In Suderburg turnen die Lütten schon munter. In diesem Jahr sollen zusätzlich in Suhlendorf, Gerdau und Bad Bevensen Krippen entstehen. Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Sie lernen Laufen, erschmecken ihr Umfeld und entdecken jeden Tag ein neues Wunder – Kinder zwischen ein und drei Jahren. Ab dem ersten August 2013 will die Bundesrepublik für 35 Prozent der unter Dreijährigen Krippenplätze anbieten.

Eltern werden von diesem Datum an einen rechtlichen Anspruch auf die Betreuung ihrer Jüngsten haben. Knapp eineinhalb Jahre hat auch der Landkreis Uelzen noch Zeit, die Plätze für den Nachwuchs bereit zu stellen – Grund genug, einmal nach dem Status quo zu fragen.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, erklärt Kreis-Jugendamtsleiterin Brigitte Lindenthal. „Wenn alles wie geplant verläuft, sind wir gegen Ende des Jahres bei einer Versorgungsquote von 28 Prozent.“ Derzeit liegt der Landkreis Uelzen mit einer Quote von 24 Prozent über dem Landesdurchschnitt Niedersachsens. Denn landesweit stehen derzeit nach Angaben des Bundesfamilienministeriums gerade einmal für 19 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze bereit. In Deutschland liegt die Quote durchschnittlich bei 25,4 Prozent.

In Stadt und Landkreis werden die Kleinkinder derzeit in 22 Krippengruppen betreut. Diese Plätze werden jedoch nicht allein in Krippen vorgehalten, die extra für die unter Dreijährigen eingerichtet wurden. Auch in Familiengruppen, in Kindertageseinrichtungen sowie in Tagespflegeeinrichtungen sind die Kleinen untergebracht – eine Variante, die nur möglich ist, wenn vor Ort speziell ausgebildete Angestellte sich mit den Kindern befassen. Weitere Krippengruppen entstehen noch in diesem Jahr in Suhlendorf, Gerdau und Bad Bevensen. Soweit die Planung. Zudem soll in weiteren Kindergärten des Landkreises Platz für die Krippenkinder geschaffen werden.

Zusätzlich dazu baut der Landkreis auf die verstärkte Ausbildung von Tagespflegepersonen. In diesem Fall arbeitet der Landkreis mit der Evangelischen Familienbildungsstätte zusammen. „Der Landkreis hat diesbezüglich in den vergangenen Jahren seine finanziellen Zuschüsse erhöht“, betont Kreis-Pressesprecher Martin Theine. „Für die Fortbildung bereits tätiger Kindertagespflegepersonen und die Ausbildung neuer Kindertagespflegepersonen haben wir für das Jahr 2012 4500 Euro eingeplant“, konkretisiert Lindenthal auf AZ-Nachfrage. „Wir wollen zwei Kurse zur Ausbildung durchführen mit zirka 16 Teilnehmern pro Kursus.“

Kritik wird derzeit von Seiten der Eltern an einem Teil der bestehenden Krippen im Landkreis im Punkt Öffungszeiten geübt. Diese seien zu unflexibel. Daher wird verstärkt auf Tagesmütter zurückgegriffen.

Von Wiebke Brütt

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