Uelzener Nordzucker beliefert eigenes Werk in Klein Wanzleben

Dreckiger Zucker wird zu Bioethanol

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Die mit Hilfe von Kränen gesicherte Zuführbrücke wurde inzwischen von Brandursachenermittlern in Augenschein genommen. Bislang gibt es aber noch kein abschließendes Ergebnis, warum der Brand ausgebrochen war.

Uelzen. Der durch den Brand im Uelzener Nordzucker-Werk verunreinigte Zucker aus Silo 9 wird größtenteils für die Produktion von Bioethanol eingesetzt. Das teilt das Unternehmen auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Nach dem Feuer Ende Juni hatte es bereits Überlegungen gegeben, die betroffenen 40 000 Tonnen für die Herstellung der Biomasse, die Benzin beigemischt wird, heranzuziehen. Nun ist die Entscheidung gefallen, gegebenenfalls sei ein Teil des Zuckers auch für Biogasanlagen bestimmt, so Nordzucker-Sprecherin Tanja Schneider-Diehl.

Nordzucker unterhält in Klein Wanzleben im benachbarten Sachsen-Anhalt ein Bioethanolwerk. Dorthin werde der verunreinigte Zucker zur Weiterverarbeitung gebracht, erklärt Schneider-Diehl. Mehr als einen Monat nach dem Feuer wurden aus dem Silo, dessen Dach brennend ins Innere des Speichers gefallen war, bislang nur 25 Prozent der 40 000 Tonnen Zucker herausgeholt. Die Entnahme dauere, sagt die Unternehmenssprecherin.

Zum einen, weil das Schott am Fuße des Silos nur den Abtransport einer gewissen Menge erlaube. Zum anderen, weil nun bereits beim Entleeren Mitarbeiter auf Trümmerstücke stoßen würden. Passiere dies, würde die Entnahme gestoppt, weil die Ermittler zur Brandursache herangezogen werden müssten. [...]

Von Norman Reuter

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