Amt für Kreisstraßen und Abfallwirtschaft bezieht neue Räume in Oldenstadt

Domizil für 100 Mitarbeiter

Investition von zwei Millionen Euro: Abfallberater Andreas König, Landkreis-Dezernent Frank Peters, Einsatzleiter Jörg Otto und die stellvertretende Betriebsleiterin Stefanie Lotz (von links) freuen sich über die Umgestaltung des Betriebsgeländes an der B 191. Foto: Wendlandt

Uelzen/Landkreis. Für Jörg Otto, Einsatzleiter beim Abfallwirtschaftbetrieb des Kreises Uelzen (AWB), ist die Zeit der behelfsmäßigen Unterbringung endlich vorbei. Mehr als ein Jahr lang mussten Otto und seine Kollegen in einem provisorischen Büro-Container arbeiten.

„Im Sommer war das dort manchmal bis zu 35 Grad heiß“, erinnert sich Otto mit gequältem Blick.

Doch inzwischen ist das Amt für Kreisstraßen und Abfallwirtschaft vollständig auf den AWB-Betriebshof an der Wendlandstraße 8 in Oldenstadt umgezogen. Dort haben nun auch die letzten 14 der bislang im Uelzener Kreishaus tätigen Mitarbeiter einen neuen Platz gefunden. Ihre alten Büros im Kreishaus sollen nun zum Teil vom IT-Verbund genutzt werden.

Für Frank Peters, zuständiger Dezernent beim Landkreis, macht der Umzug Sinn. „Die Zusammenführung des Amtes an einem Standort bringt viele Synergie-Effekte und bessere Abstimmungsprozesse mit sich“, erklärt er. Nun gebe es kürzere Wege, alles könne aus einer Hand erledigt werden.

Der umgestaltete Betriebshof beherbergt etwa 100 Mitarbeiter und besteht aus drei Gebäudeteilen. Direkt an der B  191 steht der moderne Neubau, der eine auffällige grau-rote Fassade aus witterungsbeständigen Holzfaserplatten hat und in dem die Büros der Verwaltung untergebracht sind. Daran schließt sich ein bereits bestehendes Gebäude an, das vollständig saniert wurde. Direkt daneben befindet sich ein weiterer, etwas kleiner Neubau, für den eine alte Maschinenhalle abgerissen wurde.

In diesen beiden Gebäudeteilen wurden neue Sozialräume, Duschen und Toiletten geschaffen, ebenso ein großer Sitzungs- und Veranstaltungssaal. Weil die Umkleide- und Sanitärräume jetzt nach Geschlechtern getrennt sind, können im betrieblichen Bereich erstmals Frauen eingestellt werden. „Vorher war das leider nicht möglich“, bedauert Stefanie Lotz, stellvertretende Betriebsleiterin des AWB. „Jetzt haben wir erstmals eine weibliche Auszubildende im Straßenwärter-Bereich eingestellt.“

Den Landkreis hat die gesamte Baumaßnahme etwa zwei Millionen Euro gekostet, Baubeginn war im Sommer 2010. „Eigentlich wollten wir schon im April dieses Jahres fertig sein. Aber der lange Winter und andere Widrigkeiten haben zu Verzögerungen beim Bau geführt“, berichtet Peters.

Für Stefanie Lotz sind die neuen Räume ein echter Gewinn. „Die sind sehr schön geworden. Ich glaube, alle Mitarbeiter sind damit zufrieden“, sagt sie. Denn bei der Gestaltung der Räume, von denen viele mit Fußboden-Heizung ausgestattet sind, durften die Beschäftigten auch eigene Wünsche äußern.

Leichte Sorgen bereiten Dezernent Peters eigentlich nur noch Teile der Außenfassade. Auf einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern fehlen noch die grau-roten Holzfaserplatten. „Die Herstellerfirma ist leider pleite gegangen“, sagt Peters. Doch der Landkreis ist zuversichtlich, eine rasche Lösung zu finden. „Der Architekt ist gerade dabei, dafür eine andere Firma zu beauftragen“, erklärt Einsatzleiter Otto.

Von Bernd Schossadowski

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