Geduldsprobe für die Fans

DJ Ötzi lässt mit Verspätung die Jabelmannhalle beben

DJ Ötzi auf der Bühne in der Jabelmannhalle Uelzen
+
DJ Ötzi kam zwar mit einiger Verspätung in Uelzen an, die Fans in der Jabelmannhalle konnte er aber trotzdem begeistern. Im Gepäck hatte DJ Ötzi zahlreiche Klassiker wie „Anton aus Tirol“.
  • VonOliver Huchthausen
    schließen

Uelzen – Dass es mit dem Auftritt von DJ Ötzi am Freitag etwas später als geplant werden würde, hatte Veranstalter Ulli Gustävel den zahlreichen Schlagerfans schon zu Beginn des Abends mitgeteilt. Dass aus dem „etwas später“ letztlich aber ein „sehr viel später“ werden würde, hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand geahnt.

Doch zunächst war es an den „Junx“ aus Hamburg, die Stimmung in der Jabelmannhalle ordentlich anzuheizen. Selbige war schon für die darauffolgende „Nacht in Tracht“ am Sonnabend bayerisch geschmückt, entsprechend waren einige weibliche Besucher bereits im festlichen Dirndl erschienen.

Neben klassischen Schlagern hatten die beiden Musiker auch Songs von Nena, Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer im Gepäck. Als erste von zwei Zugaben präsentierten sie zum Schluss ihre neueste Single „Lasst uns Seelenmenschen sein“, der Auftritt endete mit dem Klassiker „Jenseits von Eden“.

DJ Ötzi fliegt von Dortmund nach Faßberg

Gegen 21.30 Uhr informierte Ulli Gustävel das Publikum erneut über den Stand der Dinge: „DJ Ötzi ist gelandet, die rasen jetzt mit dem Auto hierher.“ Ötzi hatte von Dortmund nach Faßberg fliegen müssen. Überbrückt wurde die Wartezeit in der Folge von einem weiteren DJ, DJ Yohan. Die Feiernden nahmen es gelassen und ließen sich die Laune nicht verderben.

Unter ihnen war auch Reinold Meyer aus Wrestedt, ein wahrer Ötzi-Fan. Mit stilechter Mütze und einem perfekt im Ötzi-Look geschnittenen Bart sieht der 72-Jährige dem Original erstaunlich ähnlich. „Ich hatte recherchiert, woher man solche Mützen bekommt, und eine Bekannte hatte dann den Kontakt zu der Schneiderin hergestellt, die auch die Mützen für Ötzi gemacht hat“, sagte Meyer.

Konzertbeginn um 23.15 Uhr

Als der so sehnlichst erwartete Schlagerstar dann um exakt 23.15 Uhr endlich auf der Bühne stand, wurde aber doch noch alles gut. „Mit den Worten „Meine Güte, war das ein Ritt“ begrüßte er das Publikum, schüttelte Hände, machte Selfies. Unterstützt durch vier Tänzerinnen, kamen in der folgenden Stunde fast alle Klassiker zu Gehör, natürlich auch der „Anton aus Tirol“. Fazit: In Relation zum Eintrittspreis leider viel zu wenig Ötzi, aber dennoch ein launiger Schlagerabend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare