Disziplin, Rücksicht und die richtige Technik

Uelzener Unternehmer Mike Bergmann gibt Tipps für ein produktives Arbeiten im Homeoffice

Per Video-Interview erklärt der Uelzener Unternehmer Mike Bergmann, wie man auch im Homeoffice produktiv arbeitet.
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Per Video-Interview erklärt der Uelzener Unternehmer Mike Bergmann, wie man auch im Homeoffice produktiv arbeitet.

Uelzen – In Zeiten von Corona wird auch der Arbeitsplatz für die Mitarbeiter eines Unternehmens zum Ansteckungsrisiko.

Um der Gefahr der Virus-Ausbreitung vorzubeugen, nutzen Angestellte vermehrt, wo es möglich ist, die Möglichkeiten des Homeoffice, arbeiten also in den eigenen vier Wänden.

Da dies für viele zunächst eine ungewohnte Umstellung darstellt, gibt Mike Bergmann im AZ-Gespräch Tipps für den Alltag im Homeoffice. Bergmann ist Geschäftsführer des Uelzener IT-Unternehmens Visoma, das Bergmann als „Homeoffice-Macher“ beschreibt.

Disziplinierte Arbeitszeiten

Zunächst seien für den Mitarbeiter auch zu Hause disziplinierte Arbeitszeiten wichtig, die den normalen Arbeitszeiten im Büro entsprechen. Dies ist laut Bergmann unter zwei Gesichtspunkten zu betrachten: „Einmal, dass man diszipliniert morgens anfängt, und auf der anderen Seite, dass man auch diszipliniert einen Absprung findet.“ Man dürfe demnach weder „um 10 Uhr oder 11 Uhr immer noch herumeiern“ noch um 22 Uhr immer noch arbeiten, weil man keinen Absprung findet. Gerade der zweite Aspekt falle vielen schwer: „Man hat dann ja keinen physischen Wechsel mehr vom Arbeitsraum in den privaten Raum“, erklärt Bergmann.

Rücksicht nehmen

„Das Thema Zusammenleben ist immer eine Herausforderung“, weiß der Experte. Daher appelliert er an andere Mitglieder des Haushalts, die Arbeitszeit zu respektieren und eine nötige Privatsphäre zu schaffen. Obwohl man sich zu Hause befindet, sollte man nicht zwischendurch andere Aufgaben im Haushalt übernehmen oder zum Einkaufen geschickt werden. Dafür sei es sinnvoll, untereinander „klare Signale und klare Zeiten zu vereinbaren“. Bergmann selbst verwendet dafür eine Art von Bitte-nicht-stören-Schild, ähnlich wie man sie in Hotelzimmern findet.

Die richtige Kleidung

Auch die richtige Kleidung spielt laut Mike Bergmann eine Rolle: „Das ist etwas Psychologisches, dass man sagt, man sollte sich auch genauso kleiden, als wäre man im Büro.“ Vor allem vor dem Aspekt einer Videokonferenz gewinnt dies an Wichtigkeit, denn „niemand würde sich davor setzen und mit verstrubbelten Haaren und im Schlafanzug eine Videokonferenz machen“, wie Bergmann weiß.

Technische Voraussetzungen

Doch auch abseits dieser Voraussetzungen hat Mike Bergmann Tipps für ein produktives Arbeiten im Homeoffice parat –  nämlich die richtige Software. Zur besseren Organisation unter den Kollegen sei es demnach wichtig, zum Beispiel die Möglichkeit eines gemeinsamen Datei-Zugriffs einzurichten, sodass alle Mitarbeiter gleichzeitig an einem Projekt arbeiten können. Auch die Kommunikation sei wichtig, weshalb Bergmann die Nutzung der bereits angesprochenen Videokonferenzen oder eines gemeinsamen Chatrooms empfiehlt. Im Idealfall sollten alle Anwendungen in einem Programm gebündelt sein.  dab

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