Stadt will beim Thema Waldfriedhof Beteiligte an einem Tisch haben / Kritik vom Friedhofsverband

Diskussion um die letzte Ruhe

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Mehrere Urnen werden bei einem Waldfriedhof an einem Baum gesammelt.

Uelzen. Die Vorbereitungen für einen möglichen Waldfriedhof sind im Gange: Die Verwaltung habe in der vergangenen Verwaltungsausschusssitzung den Auftrag erhalten, „das sehr umfassend auszuarbeiten“, sagt der Uelzener Bürgermeister Otto Lukat, „mit sämtlichen Fürs und Widers“.

Eines der „Fürs“ wäre schlicht und einfach, dass viele Menschen sich einen Waldfriedhof wünschten. „Man wird akzeptieren müssen, dass der Mensch zu neuen Bestattungsformen neigt“, sagt Lukat, eben beispielsweise zur letzten Ruhe in einem Wald. Außerdem gebe es „monetäre Aspekte“, sagt der Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. In einem Wald wäre die Bestattung möglicherweise günstiger. Allerdings haben Lukat und Scheele-Krogull auch die Kritiker im Kopf. „Manche haben da so ihre eigenen Gedanken“, meint Lukat, und für die laufenden Beratungen wolle er deshalb möglichst viele Beteiligte mit ins Boot holen, „damit wir das nicht übers Knie brechen.“

In einem Waldfriedhof würden mehrere Menschen ihre letzte Ruhe in einer Urne am Fuß eines Baumes, eines Findlings oder in anderen sogenannten „Biotopen“ finden. Zwei Unternehmen sind derzeit dabei, ihre Möglichkeiten bei den zuständigen Orten auszuloten, die „RuheForst GmbH“ und die „FriedWald GmbH“. Sie würden mögliche Friedwälder betreiben.

Von Kai Hasse

Mehr zum geplanten Waldfriedhof lesen sie in der Mittwochsausgabe der AZ.

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