Künftig stehen 28 Laternen an der Straße

Diskussion um Beleuchtung nach Überfall: Mehr Licht für die Uelzener Nordallee

Kleine Baugruben werden ausgehoben. Die Masten müssen gesetzt und die Stromversorgung sichergestellt werden.
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Kleine Baugruben werden ausgehoben. Die Masten müssen gesetzt und die Stromversorgung sichergestellt werden.

Uelzen – Erde fliegt. Mit Schaufeln wird eine kleine Grube ausgehoben. An der Nordallee in Uelzen sind Bauarbeiter dabei, neue Straßenlaternen zu setzen. Nicht nur Autos sind dort unterwegs, der Rad- und Fußweg ist stark frequentiert.

2016 ist die Nordallee auch zum Tatort geworden: Eine Frau wurde seinerzeit überfallen. Und die Frage steht im Raum: Ist die Beleuchtung an der Straße ausreichend?.

Es ist der Nachmittag des 14. November 2016. Eine 38-Jährige wird von zwei Georgiern belästigt. Einer der Täter soll seine Hose bereits geöffnet haben, als ein 35-Jähriger Autofahrer auf die Situation aufmerksam wird und dazwischengeht. Es kommt zu einem Handgemenge, das Auto des Helfers wird beschädigt.

Künftig sorgen Pilzleuchten für Licht an der Nordallee.

Der Vorfall ereignet sich gegen 15.30 Uhr, eine Stunde später wäre es dunkel gewesen – und dann wäre die Frau auch „chancenlos“ gewesen, denn bei der Beleuchtungssituation hätte den Vorfall niemand gesehen, meinen Uelzener. Die Stadt berichtet, dass es wiederholt Hinweise auf eine unzureichende Beleuchtung erhalten habe.

Elf Laternen waren bislang entlang der Nordallee zu finden. Sie waren auf die Straße ausgerichtet. 28 werden es künftig sein. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte Pilzleuchten, die Licht rundherum abstrahlen.

„Mit den neuen Straßenlaternen soll der Rad- und Fußweg an der Nordallee besser ausgeleuchtet werden“, sagt Stadt-Sprecherin Ute Krüger. 77 000 Euro sind als Kosten veranschlagt.

Zunächst werden die neuen Laternen mit einer Masthöhe von vier Metern gesetzt. Vier Stück seien bereits installiert, berichtet Hajriz Mjeku, der sich vor Ort um die Elektrik kümmert. In einem zweiten Schritt sollen die alten Laternen abgebaut werden.

Mit der Baumreihe an der Straße befindet sich viel Wurzelwerk im Erdreich. Das macht die Arbeiten schwerer. Bei den vorgesehenen Standorten für die Laternen muss auch die Versorgung mit Strom sichergestellt werden. Wie Hajriz Mjeku erklärt, beträgt der Abstand zwischen den neuen Laternen etwa 30 Meter.

Aufgestellt werden die neuen Straßenlaternen im Bereich des Grünstreifens, der Fahrbahn und Fuß- und Radweg trennt. Es kann durch die Arbeiten zu Einschränkungen im Verkehr kommen. Ein Bauschild weist Nutzer des Rad- und Fußweges auf die Arbeiten hin.

VON NORMAN REUTER

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