Diskussion beginnt jetzt erst

Das Gutachten zur Schulentwicklung und erste Beiträge zur Diskussion finden Sie im Internet in einem Online-Dossier auf www.az-online.de.

Von Marc Rath Uelzen/Landkreis. In der Kreisverwaltung herrscht Unverständnis über die massive Kritik des Kreiselternrats, der sich bei der Erstellung des Gutachtens zur Schulentwicklung nicht ausreichend einbezogen fühlt (AZ berichtete). "Wir stehen jetzt am Anfang des Diskussionsprozesses und werden keinen ausklammern", reagierte Schuldezernent Lothar Heinisch gestern auf die Vorwürfe des Kreiselternrates. Dessen Vorsitzender Uli Klippe hatte eine mangelnde Beteiligung der Elternschaft bei der Vorbereitung der Expertise bemängelt.

Der Schulausschuss habe unter Mitwirkung des Vertreters der Kreiselternschaft die Aufstellung eines neuen Schulentwicklungsplanes beschlossen. Die 26 Fragen an die Grundschuleltern seien anschließend mit den Vertretern der Fraktionen in der Steuerungsgruppe besprochen worden, so Heinisch weiter: "Die Umfrage sollte eine Stimmungsbild aufnehmen, das bei der Schulentwicklungsplanung als Arbeitsgrundlage für die Diskussion dienen soll."

Der Dezernent betont, dass es diese Befragung - anders als die für die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule in Ebstorf im Herbst 2008 - nicht einer konkreten neuen Schule gegolten hat. In diesem Fall hätten Schulaufsicht und Kreiselternrat zuvor einbezogen werden müssen.

Heinisch weist daher die Eltern-Kritik zurück, hier sei eine fünfstellige Summe "zum Fenster heraus geschmissen worden". Die Kosten der Befragung lägen zudem im unteren vierstelligen Bereich. Der Dezernent widerspricht zudem dem Vorwurf. die Eltern seien vor der Befragung nicht über die unterschiedlichen Schulformen informiert worden. Im Begleitbrief sei dies in anschaulicher, aber knapper Form geschehen: "Wir meinen, dass dies für eine Elternbefragung ausreicht."

Heinisch koordiniert derzeit den Termin für die nächste Schulausschusssitzung, auf der das Gutachten vorgestellt werden soll. Dieser soll innerhalb der nächsten drei Wochen anberaumt werden. "Für uns ist nicht erkennbar, dass wir gegen Vorschriften verstoßen haben sollen. Jeder kann sich jetzt in die Diskussion einbringen."

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