Bewerber für das Direktmandat im Wahlkreis 44 Celle-Uelzen

Dirk-Ulrich Mende (SPD): Laufen, Relaxen – und dann im „Leuchtturm“

Rennradfahren ist eines der Hobbys von Dirk-Ulrich Mende (63). Der ehemalige Oberbürgermeister von Celle (SPD) hat seine Stimme schon per Briefwahl abgegeben.
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Rennradfahren ist eines der Hobbys von Dirk-Ulrich Mende (63). Der ehemalige Oberbürgermeister von Celle (SPD) hat seine Stimme schon per Briefwahl abgegeben.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Die AZ legt vor, Dirk-Ulrich Mende vervollständigt.

Ich kandidiere am 26. September für das Direktmandat, weil… ich mich dafür einsetzen möchte, dass die Menschen sicher und gut leben können, die Region gestärkt und Chancengerechtigkeit für alle gewährleistet wird.

Die drei wichtigsten Themen in meinem Wahlprogramm sind… gute Arbeit in der Region sichern, Familien stärken, Kinder fördern sowie Infrastruktur (Schiene, Straße, Glasfaser) ausbauen.

Politisches Vorbild für mich ist… Willy Brandt, den ich als Jugendlicher am 19. März 1970 während seiner Reise in die DDR zu Willi Stoph auf dem Bahnhof in Bebra live erleben konnte. Er war die prägende politische Gestalt meiner Jugend. Mit seiner Ansage „mehr Demokratie wagen“ wirkt er bis heute nach.

Konkret für die Menschen im Landkreis Uelzen möchte ich… mich darum kümmern, dass die Möglichkeiten von Homeoffice und Co-Working-Spaces ausgebaut und unsere Innenstädte gestärkt werden. Dazu gehört für mich wenigstens die Verdoppelung der Städtebaufördermittel.

Meine persönliche Meinung zur umstrittenen A 39 ist...: Da sind alle Entscheidungen getroffen, sie müssen nun auch zügig umgesetzt werden. Durch die CSU-Verkehrsminister in den letzten 16 Jahren sind die Bundesmittel überwiegend nach Bayern geflossen. Jetzt muss die Verkehrsinfrastruktur im Norden verbessert werden!

Die Diskussion um den Ausbau der Bahnverbindung Hamburg-Hannover… ärgert mich! Wenn vor fünf Jahren unter allen Beteiligten ein Kompromiss vereinbart wird, sollten sich alle daran halten und diesen schnell umsetzen. Dass die Bahn erneut eine Debatte zu einer alternativen Streckenführung vom Zaun bricht, zeigt, dass sie den Kompromiss nicht will.

Wenn ich nicht in den Bundestag einziehe, dann... werde ich meine Arbeit als Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags fortsetzen.

Die AZ fragt, Dirk-Ulrich Mende antwortet

Wie viele Veranstaltungen werden Sie im Wahlkampf absolviert haben, wenn am 26. September die Wahllokale öffnen?

Dirk-Ulrich Mende: Inklusive der vielen Online-Gespräche und parteiinternen Termine rund 200.

Wie sind Sie auf der Liste platziert und wie schätzen Sie Ihre Chancen auf den Einzug in den Bundestag auf diesem Weg ein?

Mende: Auf der Landesliste habe ich Platz 27 inne. Dass dieser Platz zieht, ist ungewiss, weshalb ich mich ganz und gar engagiere, den Wahlkreis direkt zu gewinnen.

Wie oft waren Sie im Wahlkampf im Landkreis Uelzen zu Gast?

Mende: Gut die Hälfte der Termine haben im Landkreis stattgefunden. Persönlich vor Ort in Uelzen, Bienenbüttel, Ebstorf, Wieren etc. war ich an rund 50 Terminen.

Wie geben Sie selbst Ihre Stimme ab und wie werden Sie den Wahltag verleben?

Mende: Ich habe bereits Briefwahl gemacht. Voraussichtlich werde ich zwölf Kilometer laufen, frühstücken und den Tag mit meiner Frau verbringen, bis ich gegen 17.30 in Uelzen bei der Wahlparty der SPD im Clubhaus am Leuchtturm Groß Liedern eintreffe, um die ersten Hochrechnungen zu erleben. Dann fahre ich nach Celle.

Sind Sie in Ihrer politischen Laufbahn schon Opfer von Anfeindungen geworden?

Mende: Natürlich gab es kritische Stimmen und auch mal gesteigerte, lautstarke oder aggressiv vorgetragene Auffassungen, zum Beispiel während der Zeit, als ich als Oberbürgermeister von Celle 2015 viele Geflüchtete unterbringen musste. Alles in allem war das aber noch im Rahmen dessen, was man an Konfrontation in der politischen Arbeit aushalten muss.

Dirk-Ulrich Mende aus Celle tritt für die SPD an.

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