Notruf 112: Uelzen startet mit Celle, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg einen Verbund

Digitaler Sprechfunk ab 2014

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14 Mitarbeiter sind derzeit in der Leitstelle im Kreishaus beschäftigt. Wenn der Betrieb im neuen Verbund mit insgesamt vier Landkreisen startet, sollen fünf Personen eingespart werden.

Uelzen/Lüneburg. Mit einer kooperativen Leitstelle sollen Polizei und Feuerwehr in Lüneburg besser zusammenarbeiten. Für die Einrichtung neuer Büros und die Technik investiert das Land nach derzeitigen Planungen fünf Millionen Euro.

900 000 Euro will der Landkreis Lüneburg dazu zahlen, weil für sein Gebiet die Leitstelle von Feuerwehr und Notruf zuständig sein wird. Baubeginn ist für April dieses Jahres vorgesehen, und der Betrieb in der Kooperativen Leitstelle soll 2015 aufgenommen werden.

Den Uelzener Landkreis betrifft nur der polizeiliche Bereich in Lüneburg. Denn für den Notruf 112 starten Uelzen, Celle, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg unabhängig von den Lüneburgern einen gemeinsamen Leitstellenverbund: Für knapp 2,7 Millionen Euro soll die Technik in den Einsatzleitstellen aller vier Landkreise modernisiert und vereinheitlicht werden, erkärt Uelzens Erster Kreisrat Uwe Liestmann auf AZ-Nachfrage. Wer vor Ort das neue System installieren wird, ist bislang nicht entschieden. Noch in diesem Monat endet die Frist für potenzielle Auftragnehmer. Besonderheit der neuen Software: Wenn eine Einrichtung der vier Landkreise überlastet ist, kann ein Notruf von den anderen Beteiligten aus dem Verbund entgegengenommen werden. „Wir sind dabei, den digitalen Sprechfunk einzuführen“, sagt Liestmann. Ab Mitte des Jahres sollen Schulungen dafür beginnen und ab 2014 die Funkgeräte umgerüstet werden. Derzeit gebe es in den Fahrzeugen aber noch analoge Funkgeräte, berichtet er.

Für einsatzschwache Zeiten bedeute der Verbund eine Einsparung. Von aktuell 14 Mitarbeitern werden künftig fünf eingespart, so der Erste Kreisrat. Vor allem nachts und am Wochenende müssten dann nicht mehr zwei Personen in der Leitstelle sein, der Betrieb könne durch die Kooperation mit den Kollegen in den anderen Landkreisen auf einen Beschäftigten heruntergefahren werden.

Von Diane Baatani

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