Diesmal nur 111 Tage

Probelauf im Leitstand: Sven Buhrmann (rechts), Leiter der Uelzener Zuckerfabrik, und Mitarbeiter Olaf Jörn überwachen auf Monitoren die Vorbereitungen auf die neue Rübenkampagne.

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Die Vorbereitungen auf die neue Rübenkampagne laufen im Uelzener Werk der Nordzucker AG auf Hochtouren. Am Freitag, 17. September, werden die ersten Rübenfahrzeuge in der Zuckerfabrik erwartet, die Saison endet vermutlich am 6. Januar 2011. Mit insgesamt 111 Tagen wird sie somit deutlich kürzer sein als im vorigen Jahr, als sie 129 Tage währte.

Der Grund: Die Witterungsbedingungen in diesem Jahr waren alles andere als günstig für die Rüben. „Durch den langen Winter hat sich die Aussaat um sieben bis zehn Tage verzögert. Außerdem hat das kühle Frühjahr zu einem Wachstumsrückstand geführt“, erklärt Rübenmanager Georg Sander. Auch die lange Trockenheit mit starker Sonneneinstrahlung im Juni und Juli sowie der verregnete August seien den Rüben nicht zuträglich gewesen.

Angesichts dieser Witterung wertet Sander es als Erfolg, dass der durchschnittliche Ertrag im Kreis Uelzen voraussichtlich 65 Tonnen pro Hektar betragen wird. „Damit erreichen wir den fünfjährigen Mittelwert“, sagt er. Im gesamten Einzugsbereich der Uelzener Zuckerfabrik erwartet er einen Ertrag von etwa 60 Tonnen pro Hektar – auch das entspricht dem Schnitt.

Sander geht davon aus, dass bis zum 6. Januar insgesamt 2,13 Millionen Tonnen Rüben im Uelzener Werk verarbeitet werden – etwa 200 000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Aufgrund der Witterung werden die Rüben diesmal auch weniger süß sein als 2009. Damals betrug der durchschnittliche Zuckergehalt 17,9 Prozent – ein Rekordwert. Seite 3

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