„Dieser Schritt hat sich gelohnt“

Ein Projekt des Gebäudemanagements: Zurzeit wird am Herzog-Ernst-Gymnasium in Richtung Albertstraße ein Anbau errichtet. Dort soll unter anderem die Mensa einziehen.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Als das gemeinsame Gebäudemanagement der Stadt Uelzen und des Kreises Lüchow-Dannenberg am 1. Januar 2009 startete, waren die Unsicherheiten noch recht groß: Würde die neue kommunale Anstalt erfolgreich sein? Jetzt ist der erste Jahresabschluss so gut wie fertig – und das Zwischenfazit des kaufmännischen Leiters Manfred Knaak fällt rundum positiv aus.

„Die Umstrukturierung ist besser gelaufen als gedacht. Wir freuen uns jeden Tag, dass wir die gemeinsame Anstalt gegründet haben“, sagt er. Auch der technische Vorstand Manfred Schrodt ist voll des Lobes:„Dieser Schritt hat sich auf jeden Fall gelohnt.“ Dank der Zusammenarbeit sei es bereits im ersten Jahr gelungen, Synergie-Effekte zu nutzen und Einsparungen von rund 191 000 Euro zu erzielen. „Das ist eine sehr gute Zahl“, freut sich Knaak.

Das größte Potenzial bot dabei die gemeinsame Ausschreibung von Bauprojekten, die sich in Minderausgaben von fast 55 000 Euro in der Bilanz niederschlug. Im Bereich des Energie-Managements will die neue Anstalt sogar noch stärker von der Kooperation profitieren. Hier erwarten Knaak und Schrodt für 2011 Kostensenkungen von 112 000 Euro – unter anderem dank der energetischen Sanierung von Gebäuden. Insgesamt sollen im nächsten Jahr 688 000 Euro eingespart werden, so lautet das ehrgeizige Ziel.

Doch nicht nur bei der Wirtschaftlichkeit, sondern auch bei der täglichen Arbeit sei das Gebäudemanagement erfolgreich. „Wir gehen Hand in Hand mit den Kommunen und zeigen ihnen auf, wo Sparpotenziale sind“, erklärt Schrodt. Zudem sei man flexibler als private Wettbewerber, weil die Mitarbeiter die Gebäude ganz genau kennen würden. Diesen Einblick hätten ortsfremde Anbieter nicht. Nicht zuletzt sei die Arbeit des Gebäudemanagements ein Stück Standort-Stärkung. „Wir tun mehr für diese Region als private Firmen“, sagt Schrodt.

Auf annähernd 17 Millionen Euro sollen sich die Gesamt-investitionen der kommunalen Anstalt im Jahr 2010 belaufen. Davon entfallen etwa 1,3 Millionen Euro auf die Aufstockung des Uelzener Lessing-Gymnasiums und die Einrichtung einer Pausenhalle. Hinzu kommen rund 924 000 Euro für die Erweiterung des Herzog-Ernst-Gymnasiums in Richtung Albertstraße. Aber auch im Kreis Lüchow-Dannenberg sind Millionen-Investitionen geplant, zum Beispiel die Sanierung der Jeetzelschule in Lüchow und der Sporthalle im Schulzentrum Dannenberg.

Nun wünschen sich Knaak und Schrodt noch weitere Partner im Gebäudemanagement. Eine engere Zusammenarbeit mit dem Kreis Uelzen oder mit Samtgemeinden aus der Region bietet sich ihrer Meinung nach geradezu an. „Unser Wunsch ist, 2012 verstärkt über die Aufnahme nachzudenken. Unsere Organisation ist von vornherein so aufgebaut, dass sie erweitert werden kann“, erläutert Knaak.

Die Aufgabe des Gebäudemanagements ist es, die Liegenschaften der Stadt Uelzen und des Kreises Lüchow-Dannenberg zu verwalten – und zwar wirtschaftlicher, als das private Wettbewerber leisten würden. Insgesamt sind es 135Gebäude, zum Beispiel Schulen, Sporthallen und Verwaltungsgebäude, mit einem Zeitwert von insgesamt 330 Millionen Euro. Die Bilanzsumme der kommunalen Anstalt beträgt 68 Millionen Euro, der Jahresumsatz etwa 15 Millionen Euro. Zurzeit sind 153 Mitarbeiter beschäftigt.

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