Neun gestohlene Handys und Geldbörsen in einer Nacht / Polizei gibt Tipps

Diebstähle in Uelzens Kneipen

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Einen Augenblick der Abgelenktheit und Unaufmerksamkeit gibt es immer: In Geldbörsen sollte man beim Ausgehen möglichst nur Bargeld und keine Karten oder Ausweise haben. 

Uelzen. Neun Diebstähle an einem Abend, alle in der Uelzener Kneipenszene – das ist die Bilanz vom vergangenen Wochenende.

Zwar sinkt die Zahl an Diebstählen im Landkreis, wie die aktuelle Kriminalitätsstatistik belegt (einfache Diebstähle im Landkreis Uelzen: 2016: 1314, 2017: 1054). Doch immer wieder kommt es, gerade im Stadtgebiet, zu einer Häufung von Diebstählen an einem Abend – oder zu regelrechten Diebstahlserien.

Eine solche scheint es gerade in der Uelzener Kneipenszene zu geben. Mancher Bürger, der am Wochenende in einer Bar oder Kneipe einkehrt, tut das mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. Zu Recht, wie Antje Freudenberg von der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen bestätigt: „Es gibt leider immer mal wieder Phasen, in denen sich Taschendiebstähle, vor allem am Wochenende, wenn in den Kneipen viel los und Alkohol im Spiel ist, häufen.“

Die Täter würden bereits mit dem Plan losziehen, die Kneipenbesucher zu beklauen, und dabei auf einen günstigen Moment warten. „Sie beobachten die Gäste und warten, bis sie abgelenkt sind.“ Und einen Moment der Unachtsamkeit gäbe es laut der Pressesprecherin immer.

Darum rät Antje Freudenberg, genau zu überlegen, was man zum Ausgehen mitnimmt. „Vielleicht reichen auch 20 Euro anstatt die Geldbörse mit Karten und 150 Euro Bargeld.“ Bei Handtaschen gilt: Je kleiner, desto besser. „Dann kann man sie besser am Körper tragen“, erklärt die Polizeisprecherin. Auch sollte man überlegen, ob das Smartphone wirklich benötigt wird – und, wenn es wirklich nicht anders geht, es nie offen auf dem Tisch liegen lassen: „Smartphones haben heutzutage oft einen Wert von mehreren hundert Euro. Und 500 Euro Bargeld würde man ja auch nicht einfach auf dem Tisch liegen lassen.“

Doch nicht nur abends in Bars ist die Gefahr, Opfer eines Diebstahls zu werden, groß. „Das kann auch passieren, wenn man nachmittags mit einer Freundin im Café sitzt“, bestätigt Antje Freudenberg. Ein unachtsamer Moment, wenn man beispielsweise in die Speisekarte schaut oder die Bestellung aufgibt, würde für die Diebe reichen.

In jedem Fall gilt: „Man sollte seine Umgebung gut beobachten und aufmerksam sein“, rät Antje Freudenberg. Wenn einem jemand auffällt, der sich merkwürdig verhält, sollte man denjenigen anschauen und ihm signalisieren, dass man ihn beobachtet. „Vielleicht schreckt das den potenziellen Täter ab.“

Von Sandra Hackenberg

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