Mehr Einbrecher auf Gewerbeflächen und in Wohnhäusern als im Jahr 2013

Diebe in der Dämmerung

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In der dunklen Jahreszeit schlagen mehr Einbrecher zu.

Uelzen. Diebe nutzen verstärkt die dunkle Jahreszeit für ihre Streifzüge durch Wohn- und Industriegebiete: In diesen Tagen wurde in eine Wohnung am Houbenskamp in Uelzen eingebrochen, am Wochenende bei der VSE in Bad Bevensen.

Vergangene Woche waren ein Wohnhaus an der St.-Viti-Straße in Uelzen, mehrere in Bienenbüttel, ein Zimmereibetrieb in Böddenstedt, ein Kindergarten in Altenmedingen und ein Wohnhaus in Westerweyhe das Ziel von Einbrechern. Die Zahl dieser Straftaten ist in diesem Jahr gestiegen im Vergleich zu 2013. Das berichtet Polizeisprecher Kai Richter.

69 Haus- und Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr gezählt (2012: 94) und 137 schwere Diebstähle von Gewerbegrundstücken, die meisten davon per Einbruch in Lager- und Diensträume (2012: 139). Richter zufolge wurde im Zeitraum von Januar bis Oktober dieses Jahres schon die Zahl der Taten auf Gewerbeflächen vom gesamten vergangenen Jahr übertroffen.

Im Vergleich zum Landkreis Harburg, wo 2013 über 1000 Einbrüche in Wohnhäuser gezählt wurden, hält er die Uelzener Situation nicht für besorgniserregend. Auffällig sei jedoch, dass auch Bienenbüttel und Bad Bevensen in der jüngsten Zeit häufiger von Einbrechern ausgewählt wurden.

Bislang hatte das hiesige Polizeikommissariat immer festgestellt, dass der Landkreis Uelzen durch seine Entfernung zu Hamburg und zur nächsten Autobahn noch von den überörtlichen Tätern verschont blieb.

Kai Richter appelliert daher an die Bürger, sich „bei dubiosen Personen oder auch bei verdächtigen Fahrzeugen – meist mit überregionalem Bezug – wie zum Beispiel Klein-Lkw mit Hamburger Kennzeichen“ nicht zu scheuen, die Polizei zu alarmieren. Für den Fall, dass Anwohner verreisen oder tagsüber unterwegs sind, rät er auch zur Beleuchtung von Wohnhäusern per Zeitschaltuhr. Freunde oder Nachbarn könnten sensibilisiert werden, auf die Wohnung zu achten und den Briefkasten regelmäßig zu leeren. Allerdings müsse man auch realistisch bleiben: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagt er.

Von Diane Baatani

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