Einbruchsserie in Uelzen: 32-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt

Dieb leidet an Beinbruch

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Uelzen. Ein Seriendieb ist beim Verhör bei der Uelzener Polizei aus dem Fenster im ersten Stock gesprungen. Die gesundheitlichen Folgen dieses missglückten Fluchtversuchs spürt der 32-jährige Lüchower auch ein halbes Jahr später noch.

Mit Gehhilfen und flankiert von Justizvollzugsbeamten kam der Untersuchungshäftling gestern ins Amtsgericht Uelzen, um sich dort wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall zu verantworten.

Elf Mal brach er in Geschäftsräume ein, um Geld zu erbeuten. Sieben Mal davon blieb es lediglich beim Versuch – allein aus dem Grund, dass der Dieb kein Bargeld fand. Das Uelzener Schöffengericht verurteilte den 32-Jährigen zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Den ersten Teil dieser Strafe wird er wohl noch im Justizvollzugskrankenhaus verbringen. Beim Sprung aus dem Fenster des Polizeigebäudes hatte er sich Frakturen an Oberschenkel, Steißbein, Rippen und einen dreifachen Armbruch zugezogen, berichtete er. Auch nach mehreren Operationen sei die Verletzung am Bein noch nicht verheilt.

Erst im April 2013 hatte der Mann eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren wegen einer Reihe von Diebstählen verbüßt. Ende September schlug er wieder zu: Er stieg in eine Kneipe im wendländischen Wustrow ein und erbeutete knapp 1380 Euro aus einem Spielautomaten. Zwei Monate später startete der 32-Jährige eine Einbruchsserie in Uelzen: Er mietete sich in einem Hotel in der Uhlenköperstadt ein und nahm sich in den Nächten zum 4. und zum 5. Dezember zehn Praxen, Büros und einen Friseursalon an der Bahnhofstraße, Veerßer und Lüneburger Straße, Schuh- und Ringstraße vor. Dabei stahl er insgesamt über tausend Euro und einige Schmuckstücke, gestand er. Das Urteil wurde sofort für rechtskräftig erklärt.

Von Diane Baatani

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