„Die Pendler stärken“

Mit dem neuen Niedersachsentarif ab 2012 ergeben sich nach Ansicht des SPD-Landratskandidaten Jürgen Krumböhmer deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste. Nun müsse sich der Landkreis Uelzen für günstigere Tarife für die Pendler bemühen, fordert er. Foto: Wendlandt

bs Uelzen/Landkreis. Der Landkreis Uelzen gehört nicht zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV). In der Vergangenheit ist ein Beitritt zum HVV unter anderem an den Kosten für den Landkreis Uelzen gescheitert. „Nun gibt es eine neue Chance. Die muss genutzt werden“, meint der Landratskandidat der SPD, Jürgen Krumböhmer. Er fordert Verhandlungen mit Landesnahverkehrsgesellschaft, um die Belange der Pendler zu stärken.

Jürgen Krumböhmer

Landkreise, die zum HVV gehören, können ihren Einwohnern günstige Tarife anbieten. Das lassen sich die Verkehrsunternehmen aber von den Kreisen bezahlen. „Trotzdem ist der HVV ein Erfolgsprojekt. Dafür steht der Metronom als gelungenes Beispiel“, sagt Krumböhmer. Es gehe aber auch um die Bustarife. „Ich bin von vielen Menschen auf den hohen Aufwand und die hohen Kosten bei Bus und Bahn angesprochen worden. Auszubildende zahlen bis zu 75 Euro für eine Monatskarte, um zur Berufsschule zu kommen. Alte Menschen machen sich Sorgen um ihre Mobilität, wenn sie nicht mehr mit dem Auto fahren können. Gerade die vielen Berufspendler fühlen sich benachteiligt“, meint er. Mit dem neuen Niedersachsentarif zum Jahresende 2012 kann seiner Ansicht nach aber vieles besser werden. So werden Fahrgäste aus dem Landkreis Uelzen mit einer einzigen Fahrkarte nach und in Hamburg fahren können. Dies wird auch für andere Verkehrsverbünde, zum Beispiel Hannover, gelten.

Damit werde die Fahrt einfacher, aber nicht billiger. „Der Landkreis Uelzen muss jetzt zeigen, dass er günstigere Tarife für seine Menschen will“, fordert Krumböhmer. Er hat Gespräche mit der Geschäftsführung des HVV und mit der Landesnahverkehrsgesellschaft geführt. Dabei sei deutlich geworden: Wer jetzt in die Verhandlungen einsteige, könne vieles beeinflussen. Möglich seien bessere Tarife, ohne dass ein voller Beitritt zum HVV nötig werde. „Natürlich wird das auch Geld kosten, aber der Kreis Uelzen bräuchte nicht das ganze Paket zu kaufen, sondern nur das, was er braucht und bezahlen kann,“ sagt Krumböhmer. Die Zeit dränge, denn viele Landkreise hätten diese Chance schon erkannt.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft werde auf die Kreise zugehen, die ihr Interesse anmelden. „Wer nichts tut, bleibt außen vor. Das können wir uns nicht leisten. Ein guter Anschluss an die Zentren Hamburg, Hannover und Braunschweig macht den Landkreis für Menschen und Unternehmen attraktiver“, betont Krumböhmer. Diesen Vorschlag will Landrat Theodor Elster indes nicht kommentieren. „Das ist eine Frage für die nächste Wahlperiode, deshalb werde ich dazu nichts sagen“, erklärt er.

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