„Die Nische finden“

Im knüppelharten Konkurrenzkampf der Baumärkte wächst Mölders weiter

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Neu eröffnet: Vier Millionen Euro wurden am Standort Burgdorf investiert und rund 40 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und die Firmengruppe Mölders will weiter expandieren.

Uelzen/Bad Bevensen. Erst ging im Jahr 2013 die Baumarktkette Praktiker pleite, in ihrem Sog musste ein Jahr später auch Max Bahr Insolvenz anmelden – der Kundschaft führte das überdeutlich vor Augen, wie knüppelhart der Konkurrenzkampf auf dem Baumarkt-Sektor ist – nicht zuletzt auch durch die Angebotsvielfalt im Internet.

Auf diesem schwierigen Markt mischt in dritter Generation auch die mittelständische Firmengruppe Mölders mit Stammsitz in Bad Bevensen mit – und sie expandiert weiter: Jüngst wurde für vier Millionen Euro in Burgdorf der mittlerweile neunte Markt eröffnet. Die Zahl der Mitarbeiter steigt jetzt auf über 500. Das sei sicher kein unerheblicher Schritt in dieser schwierigen Branche, bestätigt Mölders-Marketingleiterin Nicole Sroka: „Wer hier mithalten will, der muss seine Nische finden“, erklärt sie. So habe Mölders eine eigene Philosophie bei der Beratung: „Da macht uns keiner was vor, da haben wir ganz starke Kompetenzfelder“, betont Sroka. In Zeiten von „billig, billig“ sei das extrem gegen den Mainstream gewesen, „doch mittlerweile gibt es wieder andere Strömungen, durch die wir uns bestätigt sehen“.

So sei man nie auf kurzfristigen Erfolg aus gewesen, sondern habe auf Kompetenz und Kundenbindung gesetzt: „Wir bieten Handwerkerseminare für Frauen an, Gartenseminare und vieles mehr.“ Beschäftigt werde Fachpersonal vom Gärtner bis zum Handwerker „und nicht nur Leute, die die Regale bestücken“.

Das nächste Projekt des Familienunternehmens ist bereits in der Umsetzung: Ende des Jahres soll „Floraland“ in Adendorf eröffnen.

Von Thomas Mitzlaff

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