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„Der Kaiser“ regiert Uelzen: Schlagerstar (70) krönt Open R mit seinem Hit-Feuerwerk

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Drei Tage lang haben sich in Uelzen beim Open R 2022 die Stars aus Punkrock, Pop und Schlager präsentiert. Gut 25 000 Besucher feierten sich und die Musik in ausgelassener Stimmung bei bestem Festival-Wetter. Fotos: huchthausen
Drei Tage lang haben sich in Uelzen beim Open R 2022 die Stars aus Punkrock, Pop und Schlager präsentiert. Gut 25 000 Besucher feierten sich und die Musik in ausgelassener Stimmung bei bestem Festival-Wetter. © Oliver Huchthausen 2021

„Der Kaiser“ setzte am Sonntagabend den krönenden Schlussakkord unter drei gelungene Festival-Tage in Uelzen!

Uelzen – Zum Finale des Open R 2022 feuerte der 70-jährige Roland Kaiser, der im September sein 30. Studio-Album „Perspektiven“ veröffentlicht, im Rahmen seiner Tour „Unser Sommer“ ein wahres Hit-Feuerwerk aus fast 50 Jahren Karriere ab: vom neuesten Song „Gegen die Liebe kommt man nicht an“ über „Manchmal möchte ich schon mit Dir“ bis zu „Santa Maria“ („Der Beginn meiner Karriere!“) – von „Lieb mich ein letztes Mal“ über „Schachmatt“ bis hin zu „Midnight lady“.

Und pünktlich zu jenem Zeitpunkt, als ein Motorflugzeug zweimal die Almased-Arena überflog, coverte der leidenschaftliche Hobby-Pilot („Ich wollte schon als Kind in die Luft gehen und die Welt von oben sehen können!“) gerade den Reinhard-Mey-Evergreen „Über den Wolken“ – was für ein Bild...

Kaiser – typisch im marineblauen Dreiteiler mit weißem Hemd, Krawatte und Einstecktuch – hatte sein Publikum vom ersten Moment an im Griff. „Schön, wieder bei Euch zu sein in Uelzen – das letzte Mal ist schon sechs Jahre her. Ich habe selten so viele Menschen so gut behütet gesehen. Lasst uns etwas Wunderbares erleben“, rief er in Anspielung auf die grünen Hüte in der Menge – und warf Handküsse hinterher.

Fast 8000 Fans zeigten sich textsicher, tanzten und sangen. Sie feierten unbeschwert ein friedliches Musik-Fest und wollten den Schlagerstar und seine Musiker am liebsten gar nicht mehr gehen lassen. Erst nach fast zweieinhalb Stunden war Schluss.

Wie Veranstalter Ulrich Gustävel berichtet, fanden gut 25 000 Besucher den Weg zum Festival. Die meisten von ihnen – etwa 10 000 – am Sonnabend beim Tag der „Neuen Töne“. Herzerwärmende Szene an diesem Festival-Tag, als Sänger Johannes Oerding dem Wunsch der kleinen Talea nachkam und sie in den Arm nahm. Oder auch der Auftritt von Joris, der ein starkes Zeichen für den Frieden setzte: Er und seine Bandmitglieder trugen ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Peace“.

Am Freitag war das Festival mit einem Tag voller Punkrock gestartet. Ausgelassen feierten die Besucher Bands wie „Sondaschule“, „Madsen“ oder die „Broilers“.

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