Demenz: Nicht mehr allein

In der alternden Gesellschaft steigt der Anteil an Demenz-Erkrankungen. Nun soll ein Netzwerk im Landkreis Uelzen über das Beratungs- und Behandlungsangebot informieren. Archivfoto: Mahler

Uelzen. Die Zahl von Demenz-Erkrankungen steigt in der alternden Gesellschaft an. Im Landkreis Uelzen gibt es viele Einrichtungen und Unternehmen, die sich mit der Problematik intensiv auseinandersetzen.

Jetzt soll die Bildung des „Demenz-Netzwerks Uelzen“ vorangetrieben werden. Die Psychiatrische Klinik und das Klinikum Uelzen haben zu einer Zukunftswerkstatt eingeladen, die vom Land Niedersachsen gefördert wird.

Vertreter von Stadt und Landkreis Uelzen, Pflegediensten, Wohlfahrtsorganisationen, der evangelischen Krankenhausseelsorge sowie verschiedener psychiatrischer und sozialer Einrichtungen setzten sich im Klinikum Uelzen zusammen. Sie suchten Wege für eine bessere Zusammenarbeit. So soll nicht nur den Patienten selbst, sondern vor allem auch den oftmals ratlosen und überforderten Angehörigen geholfen werden, betont Franz Caesar, Geschäftsführer im Klinikum Uelzen. „Eine Vielzahl von Personen, Institutionen und Behörden nehmen sich bereits heute dieser Personen an, alle arbeiten aber für sich allein, ohne ihre Tätigkeit zu vernetzen und die Bürger damit besser zu versorgen.“

Seit etwa drei Jahren besteht bereits ein Arbeitskreis, in dem die Mitglieder sich austauschen. Nun wurde diese Vorarbeit bei der zweitätigen Zukunftswerkstatt mit einer Moderation durch das Caritas Forum Demenz Hannover und unter Beteiligung der Leuphana-Universität Lüneburg aufgegriffen.

„Das Wichtigste am Netzwerk ist nach unserer Auffassung die Weiterentwicklung und abgestimmte Kooperation der unterschiedlichen Anbieter und die Verbesserung der Informationen für Angehörige und Betroffene“, fasst Kurt Spannig, Geschäftsführer der Psychiatrischen Klinik Uelzen, zusammen.

Zwei Folgeveranstaltungen sind bis Ende 2012 geplant. Dann sollen die wesentlichen Schritte zur Versorgung von Menschen mit Demenz-Erkrankungen und zur gezielten Hilfe für Angehörige feststehen. Bis dahin arbeiten einzelne Gruppen verschiedenen Aspekte zum Thema aus. So beschäftigen sich einige Teilnehmer des Netzwerks mit möglichen Wohnformen für Menschen mit Demenz, die nicht in einem Pflegeheim, sondern möglichst in ihren eigenen Räumen leben wollen.

Andere Gruppen setzen ihre Schwerpunkte auf die Erhebung des bestehenden Angebots in diesem Bereich, auf Beratungstätigkeiten und Vernetzung.

Von Diane Baatani

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