Kirchweyhe: BI kämpft für den Bau / Stadt bangt um Rückzahlung der Kosten

Dauer-Einsatz für Umgehung

Unfallgefahr auf der B 4, mitten in Kirchweyhe. Foto: Ph. Schulze

Uelzen-Kirchweyhe. Die Einwohner von Kirchweyhe starten einen neuen Anlauf in ihrem Kampf für den Bau einer Ortsumgehung: Den ersten Spatenstich wollen sie noch im nächsten Jahr sehen. Von Diane Baatani

Die Entscheidung liegt aber in den Händen der Landesregierung, machte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring, am Mittwochabend im Gemeindehaus Kirchweyhe deutlich. Die Bürgerinitiative (BI) Kirchweyhe wollte von ihm eine konkrete Lösung für das Thema hören, für das sie sich seit 14 Jahren einsetzt: Der Bau einer Ortsumgehung, damit nicht mehr täglich rund 17 000 Fahrzeuge, davon 3500 Lastwagen, durch den Ort rollen und die Einwohner gefährden. Diese hohe Verkehrsbelastung hat die Bürgerinitiative 2003 und 2005 bei Zählungen mitten im Ort an der Bundesstraße 4 protokolliert. „Heute dürften wir noch mehr haben“, vermutet BI-Sprecher Hans-Jürgen Chlechowitz.

Seit fast zwei Jahren sind die Planungsarbeiten für die Umgehung, die nordöstlich vom Dorf verlaufen soll, abgeschlossen, seit mehr als anderthalb Jahren ist der Planfeststellungsbeschluss bestandskräftig. Die Stadt hat für die Planungen 200 000 Euro vorgestreckt. „Es gibt also eine vage Hoffnung, dass wir nicht auf den Planungskosten sitzen bleiben“, wollte Silke Weidenhöfer aus der Planungsabteilung der Stadt Uelzen von Döring wissen.

Die Ortsumgehung steht auf einer Liste der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, zusammen mit weiteren Bundesstraßen, die bereits planfestgestellt sind.

Dass eine der Baumaßnahmen von der Liste genommen wird, deren Planung bereits vorbereitet wurde, kann sich Döring nicht vorstellen. Seiner Ansicht nach wäre nur eine Verzögerung möglich, weil das Geld fehlt. Allerdings ist die Kirchweyher Umgehung auf der Liste das Projekt, das am wenigsten Kosten verursacht, nach Angaben der BI sind es für die 2,3 Kilometer lange Strecke schätzungsweise sieben Millionen Euro – ein Hoffnungsschimmer für die Kirchweyher Seite 5

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