Hundertwasser-Bahnhof: Bahnhofsmission mahnt zu schmale Bahnsteige und Tunnel an

„Dass da noch nichts passiert ist...“

Am Bahnsteig war der Aufzug defekt: Den eiligen Bahnfahrern ließen Jürgen Emme (links) und Wolfgang Scholz den Vortritt.

Uelzen. Er ist Uelzens größte Sehenswürdigkeit und ausgezeichnet als „Bahnhof des Jahres 2009“, aber die Alltagstauglichkeit lässt zu wünschen übrig – das sieht täglich Wolfgang Scholz von der Uelzener Bahnhofsmission.

„Zu bestimmten Zeiten laufen sich die Fahrgäste im Tunnel über den Haufen“, fasst Scholz zusammen. Gerade wenn einer der Züge Verspätung hat und die Umsteigezeit knapp ist, sei es problematisch. Für die Mitarbeiter der Bahnhofsmission, die Fahrgästen beim Umsteigen helfen, werden immer wieder bestimmte Defizite deutlich: Die Fahrzeiten der unterschiedlichen Züge sind so aufeinander abgestimmt, dass es für die Fahrgäste reibungslose Übergänge geben soll. Im Uelzener Bahnhof heißt das jedoch überfüllte Bahnsteige und Unterführungen. Außerdem kritisieren sie einen zu kleinen Aufzug am Bahnsteig am Bahnhofsgebäude und Unebenheiten auf dem Boden.

Problematisch wird es zur Mittagszeit wie etwa am gestrigen Donnerstag: Um 12.38 Uhr hält der Zug aus Hannover, um 12.45 Uhr der Zug aus Halle (Saale) und um 12.55 Uhr der Zug aus Hamburg – wenn dann einer dieser Züge Verspätung hat oder das Ankunftsgleis vom Fahrplan abweicht, staut es sich in den Unterführungen und an den Treppenabgängen. Wer es eilig hat und auf einen Aufzug angewiesen ist, gerät ins Schwitzen. Hunderte Bahnfahrer drängen die Treppen herunter, dazwischen tragen Fahrgäste ihr Fahrrad hinab, die nächsten warten zwischen dem Menschenstrom auf den Aufzug, um wenige Bahnsteige weiter wieder den gewünschten Zug zu erreichen.

Von Diane Baatani

 

Mehr zu der Situation am Hundertwasser-Bahnhof lesen sie in der Freitagsausgabe der AZ.

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