Peter Maffay bereitet sich im Zug auf das Uelzen Open R vor

„Das ist immer ein bisschen wie Urlaub“

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Zwischenhalt in Bremen: Peter Maffay hatte gestern im Intercity von Kiel nach Nürnberg live gespielt.

Bremen/Uelzen. „Du wirst tanzen, so, als wärst du Musik“, singt Peter Maffay gestern im Intercity auf der Strecke von Hamburg nach Bremen. Und getanzt wird auch in dem Peter-Maffay-Sonderwaggon – in Vorfreude auf seine Tournee 2015, die im Januar beginnt.

Seine größten Fans, die sich schnell online beworben hatten, haben die Gelegenheit, ihn ein Stück auf seiner Promotion-Fahrt mit der Bahn von Kiel nach Nürnberg zu begleiten. Am Pfingstsonntag, 24. Mai, können in der Almased-Arena in Uelzen auch alle anderen Fans seine Musik live erleben.

Die Fahrgäste strahlen, strecken die Hände in die Höhe und klatschen, als der Deutschrocker mit seiner Band den Ohrwurm „Wenn der Himmel weint“ spielt. Passend zu dem Titel seines aktuellen Albums scheint er sogar das Wetter gewählt zu haben: der Regen klatscht gegen die Zugfenster. Im Abteil wird den Musikern und den feiernden Fans dafür umso wärmer.

„Das fühlt sich schon ein bisschen an wie auf der Queen Mary“, sagt Maffay und erklärt später im Pressegespräch, „weil es sich so schön bewegt und Spaß macht.“

Deshalb hat er auch gleich zwei Lieder mehr gesungen, als anfangs vereinbart, und lobt das kleine Publikum für die gute Stimmung.

Bei den Open-Air-Festivals in Uelzen waren auch schon andere große Künstler wie Herbert Grönemeyer und Santiano begeistert von ihren Zuschauern. Für Maffay ist der Auftritt auf dem Albrecht-Theater-Gelände in Uelzen eine neue Erfahrung. In der Uhlenköperstadt war er bislang noch nicht, sagt er. Es wird das zweite Open Air auf seiner Tour im nächsten Jahr sein – und das einzige in Niedersachsen. Der Unterschied zum Konzert in den großen O2-Arenen in Hamburg oder Berlin ist für ihn neben der frischen Luft die Atmosphäre, freut er sich. „Das ist immer ein bisschen wie Urlaub“, sagt er auf AZ-Nachfrage. Und so bleibt er auch in Bewegung: „Spielen ist eigentlich Fitnesstraining“, erklärt der 65-Jährige. Wann er vorhat, in Rente zu gehen? „Ein Rock’n’Roller und Rente?!“, fragt er überrascht. „Rente ist für mich ein Fremdwort.“

Von Diane Baatani

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