Ärger bei Rentnerpartei wegen Vereinbarung mit CDU

„Das grenzt an Vertrauensbruch“

Dieter

Uelzen.

Die künftige Zusammenarbeit der Rentnerpartei (RRP) mit der CDU im Uelzener Kreistag sorgt für mächtig Ärger innerhalb der RRP: In einem offenen Brief an die AZ kritisiert das Uelzener Kreisvorstandsmitglied Jürgen Schirrmeister seinen Kollegen Dieter Müller für diese Entscheidung. Der AZ-Bericht über eine Zusammenarbeit der RRP mit der CDU sei wohl eine „Ente“. Es sei klare Linie der Partei gewesen, „falls es zu einem Mandat kommen würde, sich nicht in einer Gruppe der CDU oder SPD anzuschließen“. Im Gespräch mit der AZ legt Schirrmeister nach: „Wir sind wie vor den Kopf gestoßen, das grenzt an Vertrauensbruch“.

CDU-Fraktionschef Claus-Dieter Reese hatte vergangene Woche öffentlich eine Mehrheitsbildung seiner Partei mit den Einzel-Abgeordneten Rainer Fabel (FDP) und Dieter Müller (RRP) verkündet. Reese gestern zur AZ: „Diese Vereinbarung gibt es schriftlich.“ Die neu gebildete Gruppe hätte im neuen Kreistag 19 der 42 Sitze.

Dieter Müller erklärt seine Zusammenarbeit mit der CDU so: „Als einzelner Abgeordneter hat man kaum Einfluss, in einer Gruppe umso mehr“. In der Kommunalpolitik gehe esschließlich um Sachthemen und nicht um Bundespolitik. Sein Parteikollege Jürgen Schirrmeister berichtet derweil, er habe sich von Wählern angiften lassen müssen, „weil wir im Wahlkampf gegen die Etablierten gewettert haben und jetzt mit ihnen zusammengehen“.

Von Thomas Mitzlaff

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