Große Enttäuschung bei Karsten Jäkel und seinen Unterstützern

„Das Ergebnis ist schlimm“

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Spärlich besetzte Tische, verhaltene Stimmung und ein tapferer und fairer Verlierer: Karsten Jäkel (rechts) und seine Unterstützer hätten sich ein besseres Ergebnis gewünscht.

Uelzen. Er hätte nicht nur mit mehr Gästen bei seiner Wahlparty gestern Abend im Gildehaus gerechnet, sondern vor allem auch mit mehr Wählerstimmen.

Um kurz nach 19 Uhr, als gerade mal die Hälfte aller Wahlbezirke ihr Ergebnis abgeliefert hatten, sagt der CDU-Kandidat für das Rennen um den Uelzener Bürgermeisterposten Karsten Jäkel: „Ich gratuliere Jürgen Markwardt. “.

Aufmunterndes Schulterklopfen hier, Mut machende Worte dort – die knapp 20 Unterstützer gestern Abend halten zu ihrem Kandidaten. Und der will ein guter Verlierer sein. „Alles gut“, sagt er und lächelt tapfer. „Natürlich hätte ich mir ein engeres Ergebnis gewünscht“, räumt der 43-Jährige ein, „und die Stimmung, die ich aus der Bevölkerung mitgenommen habe, war auch eine andere.“ Dennoch: Bei Currywurst und Pommes dankt Jäkel gestern Abend ausdrücklich seinem Wahlkampf-Team für die Unterstützung. „Wir hatten gemeinsam einen tollen Wahlkampf“, sagt er. Und: „Ich wünsche nun Herrn Markwardt viel Glück in der Ausführung seines Amtes. Wir werden ja auch weiterhin miteinander zu tun haben.“

Auch Stefan Hüdepohl, Vorsitzender der CDU/Grünen/UWG-Gruppe im Uelzener Stadtrat ist gestern einer der Wahlparty-Gäste. „Das Ergebnis ist schlimm“, hat er eine ganz klare Meinung zu den Geschehnissen dieses Abends. „Aber die Bürger scheinen Verwaltungsleute wählen zu wollen. Und seien wir mal ehrlich: Die SPD hat nicht mal einen eigenen Kandidaten gehabt, sondern sich dem Sieger angeschlossen.“ Hüdepohl wolle nun abwarten, wie Markwardt im Rathaus agieren werde. „Ich hoffe“, so Hüdepohl, „dass er dann auch seine viel beworbene Überparteilichkeit walten lässt.“

Nach und nach leeren sich die weiß gedeckten Tische im Gildehaus, die letzten Biergläser werden geleert, man verabschiedet sich. Immer wieder aufmunterndes Schulterklopfen. „Ich bin durch alle Ortsteile gelaufen und habe an jeder Tür geklingelt – mehr kann ich nicht machen“, sagt Karsten Jäkel. Als Spitzenkandidat wolle er die Verantwortung für das enttäuschende Wahlergebnis übernehmen, betont er. Und heute wird er wieder in der Stadt und ihren Ortsteilen unterwegs sein: „Plakate abhängen.“

Von Ines Bräutigam

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