Trimm-dich-Pfad am Königsberg soll mit Bürger-Ideen erneuert werden

Damit Uelzener wieder schwitzen

Während manche Hürden erneuert wurden, haben andere ihre besten Tage hinter sich.
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Während manche Hürden erneuert wurden, haben andere ihre besten Tage hinter sich.

Uelzen – „Viel Grün und ab und zu ein paar Balken“ – so brachte der Uelzener Paul Dennis Mandelkow den Zustand des Trimm-dich-Pfads am Königsberg auf den Punkt. Auch Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull räumte ein, die Anlage sei „ein bisschen antiquiert“.

Eine mögliche Erneuerung wurde daher jetzt im städtischen Bauausschuss beraten.

Dies geschah auf Initiative der Uelzener Bürger Mandelkow und Tanja Rochford. Beide stellten den Ausschussmitgliedern zudem ein Konzept vor, wie sich der Trimm-dich-Pfad attraktiver gestalten ließe. „Idealerweise ist das ein Areal, an dem sich Jung und Alt begegnen“, gab Mandelkow als Ziel aus.

Die Klimmzug-Stangen des Trimm-dich-Pfads am Königsberg wurden bereits erneuert.

Dies soll sich in den Geräten widerspiegeln, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bedienen sollen. Die Klimmzug-Stangen seien etwa bereits saniert worden und würden entsprechend positiv angenommen, sagte Mandelkow. Andere Übungsplätze, etwa für Sit-ups, seien wiederum zu veraltet. Auch neue Übungen wie Kletterwände oder Baumstämme zum Gewichtheben seien geeignete Methoden, um Sportbegeisterte anzulocken. Ein sogenanntes Baumstamm-Mikado – also ein Haufen wild gestapelter Baumstämme – sei wiederum eine Attraktion für die Kinder. Gleichzeitig müsse aber auch der Sicherheitsaspekt ausgebaut werden, indem etwa runde Stämme zum Balancieren durch eckige ersetzt werden.

Problematisch sei zudem, dass der jetzige Trimm-dich-Pfad in der öffentlichen Wahrnehmung kaum existiere. „Viele wissen gar nicht, dass es so was bei uns gibt“, bedauerte Tanja Rochford. Hier müsse ein Bewusstsein geschaffen werden, etwa durch mehr Beschilderung, eine Umbenennung des Pfads oder eine öffentlichkeitswirksame Neueröffnung nach einer Umgestaltung.

Die Ideen kamen bei den Ausschussmitgliedern gut an. „Ich finde es toll, dass sich da jemand Gedanken macht“, lobte etwa Kurt Ziplys (SPD). Und Bürgermeister Jürgen Markwardt begrüßte, dass sich Bürger mit einer solchen Initiative einbringen: „Das muss man honorieren und dann auch fördern.“

Karsten Scheele-Krogull rechnete zudem damit, dass sich die Kosten für die Erneuerung in Grenzen halten. Wenn alle Ideen umgesetzt würden, käme man „spitz gerechnet“ auf etwa 80 000 Euro. „Wenn man das mit anderen Bauwerken vergleicht, dann ist das ein akzeptabler Preis“, freute sich Markwardt. So wurde einhellig beschlossen, die Erneuerung des Trimm-dich-Pfads in die Haushaltsberatungen für den Etat 2021 aufzunehmen.

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