Creditreform legt Auswertung 2013 für den Landkreis Uelzen vor

Alte und Junge verschuldet

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Vor allem der Trend zur Altersarmut setzt sich fort. Das ist ein Fazit, das aus dem SchuldnerAtlas 2013 gezogen werden muss – auch im Landkreis Uelzen.

Uelzen/Landkreis. Die Altersarmut greift immer stärker um sich – das ist nur ein Fazit aus den Ergebnissen des aktuellen SchuldnerAtlas Deutschland 2013, den die Creditreform Wirtschaftsforschung jetzt vorgelegt hat.

Und das gelte auch für den Landkreis Uelzen, betont Therese Meyer von der hiesigen Creditreform. „Der Trend zur Altersarmut zeichnet sich seit eineinhalb bis zwei Jahren ab“, sagt sie. Und die Prognosen seien alles andere als positiv.

Während es im Landkreis Uelzen laut der aktuellen Erhebungen zum Einen die fortgeschrittenen Altersgruppen sind, bei denen knappe Finanzen trotz reduzierten Lebensstils oftmals existenzbedrohend werden könnten, so Meyer, gibt es zum Anderen noch diejenige zwischen 20 und 30 Jahren: „In dieser Altersgruppe ist der Verschuldungsgrad im Landkreis ganz extrem“, weiß sie. In diesem Alter orientiere man sich, schaffe sich ein Auto an, ziehe in eine eigene Wohnung. „Da gibt es viele Fallen, in die diese Altersgruppe hineintappt“, weiß Therese Meyer. Schuld daran seien vor allem verlockende Finanzierungsmöglichkeiten: „Man sieht ja oft gar nicht mehr den Endpreis einer Ware, sondern nur noch die Höhe von Raten.“

Der SchuldnerAtlas 2013 spricht auch für den Landkreis Uelzen eine deutliche Sprache: So steht die Gemeinde Rätzlingen mit einem Schuldneranteil von 19,4 Prozent am schlechtesten da, gleich gefolgt von der Gemeinde Bad Bodenteich mit 14,34 Prozent. Die wenigsten Schuldner mit einem Anteil von 6,64 Prozent hat die Gemeinde Hanstedt. Ebenfalls ein „grüner Bereich“ auf der Kreiskarte ist die Gemeinde Gerdau mit einem Schuldneranteil von 6,86 Prozent.

Die Gemeinden Jelmstorf, Barum und Natendorf haben mit Anteilen jeweils um die 8,4 Prozent einen noch verhältnismäßig niedrigen Wert. Relativ hoch verschuldet mit Schuldneranteilen zwischen 12 und 14 Prozent sind die Menschen in der Stadt Uelzen sowie den Gemeinden Eimke, Oetzen, Römstedt und Stoetze.

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