Auch kein interkulturelles Frühstück in dieser Woche im Mehrgenerationenzentrum

Coronavirus: Uelzener Verein sagt Skitour ab

Der Ausbruch des Coronavirus, hier ein Testverfahren, hat Einfluss auf die verschiedensten Lebensbereiche.
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Der Ausbruch des Coronavirus, hier ein Testverfahren, hat Einfluss auf die verschiedensten Lebensbereiche.

Uelzen – Die Zimmer waren lange gebucht. Doch der Skiclub Uelzen hat nun seine geplante Reise abgesagt.

Mit 37 Männern, Frauen und Kindern sollte es Ende des Monats ins Ahrntal nach Südtirol gehen, ein Landstrich, der inzwischen als Risikogebiet zum Coronavirus geführt wird.

Der Ausbruch des Erregers hat Folgen auf die inzwischen unterschiedlichsten Lebensbereiche. Vorsorglich hat der Uelzener DRK-Kreisverband zwei Veranstaltungen in dieser Woche im Mehrgenerationenzentrum an der Ripdorfer Straße in Uelzen abgesagt, wie Sprecherin Meike Karolat auf Anfrage bestätigte. So werde eine geplante Kaffeetafel nicht stattfinden, auch das interkulturelle Frühstück werde ausfallen, so Karolat. Das DRK treffe jeweils Einzelfallentscheidungen zu Absagen. Im Blick habe man Risikogruppen wie Senioren, die möglichst geschützt werden sollen.

Ein Beobachtungsfall

Im Landkreis Uelzen gibt es nach Auskunft der Kreisverwaltung von gestern Nachmittag weiterhin den einen Beobachtungsfall zum Coronavirus. Wie berichtet, steht eine Frau aus dem Nordkreis nach dem Kontakt mit einem Corona-Infizierten in ihrer Wohnung unter Beobachtung. Sie zeige bisher keine Krankheitssymptome, erklärt der Landkreis weiter.

Für den Uelzener Skiclub waren die Risikowarnungen der Gesundheitsbehörden zu Südtirol ausschlaggebend. Wobei auch hier die Entscheidung Wehmut heraufbeschwor. Die Tour des Vereins nach Südtirol hat inzwischen Traditionsstatus, zum 17. Mal in Folge wäre eine Gruppe im Frühjahr dorthin gereist. Mit Höhen von bis zu 2500 Metern ist auch im Frühjahr in dem Skigebiet Schnee garantiert. Abfahrten am Morgen, kleine Skirennen und gemütliche Runden am Abend – das sahen die Planungen vor. Daraus wird nun nichts. Wie es aus dem Verein heißt, müssen der Verein oder die Teilnehmer wohl keine finanziellen Einbußen hinnehmen. Die Reise, die über ein Unternehmen gebucht wurde, konnte kostenfrei vom Skiclub storniert werden. Der Verein hatte davon abgesehen kaum Aufwendungen. Nichtsdestotrotz findet eine Reise, auf die sich die Menschen gefreut haben, nicht statt. Anfang April plant der Skiclub noch eine Jugendfreizeit, die nach Zell am See in Österreich gehen soll. Stand gestern soll sie noch stattfinden. Dort gebe es für Teilnehmer der abgesagten Tour die Möglichkeit, sich anzuhängen. Das ist aber nur für jene denkbar, die ihren Urlaub verschieben können.

VON NORMAN REUTER

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