Pläne stehen / Geringes Risiko

Coronavirus: Landkreis Uelzen und Klinikum sind vorbereitet

In China werden mit den steigenden Fallzahlen die Schutzmaßnahmen erhöht. Inzwischen ist das Coronavirus auch in Deutschland angekommen.
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In China werden mit den steigenden Fallzahlen die Schutzmaßnahmen erhöht. Inzwischen ist das Coronavirus auch in Deutschland angekommen.

Uelzen – Die Zahl der in China am Coronavirus Erkrankten ist auf über 4000 gestiegen. Im bayrischen Starnberg wurde gestern der erste Infizierte in Deutschland festgestellt, der Verdachtsfall in Göttingen hat sich nicht bestätigt.

Das Auswärtige Amt erwägt eine Rückholaktion der etwa 90 Deutschen aus dem chinesischen Risikogebiet. Und auch in Stadt und Kreis Uelzen sind Planungen im Gange.

„Solange es weit weg ist, bleiben wir gelassen“, sagt Dr. Gerhard Wermes, leitender Amtsarzt des gemeinsamen Gesundheitsamtes der Landkreise Lüchow-Dannenberg und Uelzen. Für den Fall, dass das Virus bei einem Patienten in unserer Region festgestellt wird, gibt es fest vorgegebene Hygienepläne und Meldewege: „Wir verfügen nicht nur über entsprechende Schutzausrüstung, sondern geben auch konkrete Handlungsempfehlungen heraus, die auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) basieren.“

Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung zur Krankheitsüberwachung und -prävention. Auch das Helios Klinikum Uelzen würde bei Diagnose und Behandlung von Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus den ständig aktualisierten Vorgaben des Robert-Koch-Institutes folgen, wie Pressesprecherin Sonja Mengering ausführt: „Unser medizinisches und pflegerisches Personal ist auf der Grundlage der RKI-Richtlinien eingewiesen. Bei Verdachtsfällen werden alle Vorkehrungen getroffen, um die betreffenden Patienten zu isolieren und diese so schnell wie möglich in eine spezialisierte Klinik zu verlegen.“

Der Kreis steht im Kontakt zu den medizinischen Einrichtungen der Region. Dr. Wermes: „Es ist wichtig, dass Ärzte aufmerksam sind, wenn sie Infektionskrankheiten behandeln. Vor allem, wenn es um Patienten geht, die aus Risikogebieten kommen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus uns erreicht, ist gering.“

VON MICHAEL MICHALZIK

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