Probenentnahme im Ostkreis

Corona-Testzentrum für Kreis Uelzen in Rosche

Im Testzentrum sollen Abstriche genommen werden.
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Im Testzentrum sollen Abstriche genommen werden.

Uelzen – Für die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg wird ein Testzentrum zum Coronavirus aufgebaut. Es entsteht in Rosche. In diesem Testzentrum sollen Abstriche von Menschen genommen werden, die sich womöglich mit dem Krankheitserreger infiziert haben.

Verhindern will man auf diesem Wege eine Weitergabe des Virus in Hausarztpraxen.

Im Westen Niedersachsens haben gestern bereits solche Zentren den Betrieb aufgenommen. In Rosche soll das Zentrum nach Angaben des Landkreises öffnen, „sobald der Einrichtung Schutzkleidung und Schutzmasken in ausreichender Menge zur Verfügung steht“. Der Landkreis rechnet mit einer Inbetriebnahme nicht vor Ende dieser Woche. Ob es in einem Gebäude oder Zelt aufgebaut und wo es genau liegen wird, dazu wollte der Landkreis auf Nachfrage keine Angaben machen, „damit Einwohner das Zentrum nicht direkt aufsuchen“. Vom Prozedere soll es so funktionieren, dass Menschen, die Krankheitssymptome zeigen, sich telefonisch bei ihrem Hausarzt melden und von diesem bei einem entsprechenden Verdacht an das Testzentrum überwiesen werden. In diesem Zusammenhang weist Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg darauf hin, dass mögliche Betroffene ihren Arzt zunächst nur telefonisch kontaktieren sollen.

Was die Ausbreitung des Krankheitserregers betrifft, so appelliert der Landkreis auch an alle Veranstalter, geplante Events auf den Prüfstand zu stellen und kritisch zu hinterfragen, ob sie angesichts der derzeitigen Lage stattfinden können. Erste Veranstaltungen wurden auch bereits in der Region abgesagt (AZ berichtete). Vorsorglich wird ab kommender Woche Montag in Uelzen das Hallenbad „Badue“ für zwei Wochen schließen.

In Deutschland ist die Zahl der Infektionen auf mehr als 1100 gestiegen. Aus Italien werden fast 10 000 Corona-Fälle gemeldet, und die Menschen sind aufgerufen worden, zuhause zu bleiben. Die AZ sprach mit einem Italiener, der im Landkreis Uelzen lebt, darüber, wie sehr ihn die Situation in seiner Heimat beschäftigt.

VON NORMAN REUTER

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