1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Stadt Uelzen

Corona bestimmt Uelzener Kita-Alltag

Erstellt:

Von: Norman Reuter

Kommentare

Drei Tests pro Woche werden für Kita-Kinder bereitgestellt. Der kirchliche Kindertagesstättenverband empfiehlt ausdrücklich, diese zu nutzen.
Drei Tests pro Woche werden für Kita-Kinder bereitgestellt. Der kirchliche Kindertagesstättenverband empfiehlt ausdrücklich, diese zu nutzen. © Friso Gentsch/dpa

Die Infektionszahlen galoppieren. Betroffen von Corona-Fällen sind im Landkreis Uelzener jetzt auch öfter Kindertagesstätten.

Uelzen/Landkreis – „Man merkt Omikron deutlich“, sagt Sylvia Helms, pädagogische Geschäftsführerin des kirchlichen Kindertagesstättenverbandes. Von neun Kitas im Landkreis ist der kirchliche Verband aktuell der Träger. Helms berichtet, dass vier dieser Einrichtungen aktuell von Corona-Fällen betroffen sind. Das Infektionsgeschehen schlägt sich auf die Arbeit in den Kitas nieder.

Auch das DRK Uelzen, das für mehr als 20 Kindertagesstätten im Landkreis zuständig ist, bekommt die Infektionslage zu spüren. Pressesprecherin Meike Karolat erklärt, dass zuletzt die Kindergartengruppe der Kita „Oberförsterei“ in Ebstorf sowie je eine Krippen- und Kindergartengruppe in Wrestedt komplett geschlossen werden mussten.

Die komplette Schließung dieser Gruppen erklärt sie damit, dass bei entsprechenden Kontakten Kita-Kinder und Mitarbeiter zum PCR-Test müssten und dann solange zu Hause blieben, bis ein Ergebnis vorliege.

Eltern würden zeitnah informiert. Das DRK nutzt auch das soziale Netzwerk Facebook, um über die Infektionslage in Kitas und über geschlossene Gruppen zu informieren.

Wie das DRK als auch der kirchliche Kindertagesstättenverband erklären, würden den Kindergartenkindern drei Test pro Woche zur Verfügung gestellt. Sie zu nutzen, sei derzeit freiwillig, erklärt Meike Karolat vom DRK. Sylvia Helms berichtet, dass die Landesregierung eine Testpflicht für Kita-Kinder zurzeit prüfe. Der kirchliche Kindertagesstättenverband empfehle zurzeit mit Blick auf die Lage ausdrücklich, die Testmöglichkeiten wahrzunehmen. „Zudem bitten wir stets darum, sich selbst und die Kinder gut zu beobachten und bei entsprechenden Symptomen den Haus- oder Kinderarzt in Rücksprache aufzusuchen“, so Sylvia Helms.

Für Mitarbeiter würden wöchentlich zwei Tests bereitgestellt, bei entsprechendem Bedarf auch mehr.

Dass Eltern von sich aus Kinder zurzeit gar nicht in die Kita geben, weil sie die Sorge haben, diese könnten sich dort mit dem Virus infizieren – ein Impfen ist erst ab fünf Jahren möglich –, kommt in DRK-Kitas laut Pressesprecherin Meike Karolat sehr selten vor. Für Kitas des kirchlichen Verbandes berichtet Sylvia Helms, dass dies „immer mal wieder“ passiere. „Verständlicherweise sind auch Eltern besorgt, Ansteckungen könnten aus der Kita zu ihnen nach Hause kommen“, so Sylvia Helms. „Bislang war jedoch der umgekehrte Fall eher die Regel. Da die Omikron-Variante ansteckender ist, könnte sich dies nun aber auch ändern.“

Auch interessant

Kommentare