Die Freundin aller Kinder

„Conni – das Schulmusical“ im Theater an der Ilmenau

Die Choreografien waren sowohl im Kinderzimmer als auch in der Schule sehr gelungen.
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Die Choreografien waren sowohl im Kinderzimmer als auch in der Schule sehr gelungen.

Uelzen – Seit 1992 treibt sich dieses Mädchen durch Bücher, Hörspiele, eine TV-Serie – und am Sonnabend auch über die Bühne des fast voll besetzten Uelzener Theaters an der Ilmenau.

Conni, die Freundin eines jeden Kindes, sang, sprang und tanzte sich durch ihr Schulmusical, aufgeführt vom Cocomico-Theater aus Nordrhein-Westfalen.

„Ist es soweit? Ist da draußen alles bereit?“, fragt Conni und stürmt mit ihren Freunden auf die Bühne. Rote Schleife im blonden Haar, gestreifter Pullover und Socken, blaue Jeans – kein Zweifel, sie ist es. Nach der Einstiegseinlage mit Singen und Tanzen, bleiben Conni und ihr kleiner Bruder Jakob zusammen mit Kater Mau, dargestellt durch eine Handpuppe, im Kinderzimmer zurück. Dort wird gespielt, getobt und auch gestritten. So wie es zwischen Geschwisterkindern nun mal ist. Doch hier werden die Kinder von erwachsenen Darstellerinnen verkörpert. Die Umsetzung ist beeindruckend, man kann vor dieser Leistung nur Hochachtung haben.

Schließlich können Schwester und Bruder sich auf ein Spiel einigen: Schule. Auch die Kinder im Theater werden mit eingebunden, zum Beispiel beim gemeinsamen Schulranzenpacken. Für Jakob ist das Spiel jedoch nur von kurzer Dauer, denn er muss in den Kindergarten. Conni dagegen trifft in der „echten“ Schule dann auf ihre Freunde und Lehrerin. Diese werden sogleich Teil der wirklich guten Choreografien der folgenden Lieder.

Doch zu jeder Geschichte gehört auch ein Störenfried. Und jeder kann sich an die eine Person in der Schule erinnern, vor der auch die Lehrer Angst hatten – der Hausmeister. In Connis Schule ist Frau Müller die Hausmeisterin und die hält viel von Ordnung und Disziplin. Auch einen Song habe sie dazu vorbereitet – den will aber niemand singen. Am Ende können die Schüler um ihre Freundin Conni das Kind im Innern der Hausmeisterin befreien und alle singen und tanzen fröhlich zusammen. Ja, alle. Denn die anwesenden Kinder werden nach vorn an den Bühnenrand gebeten, schreien dort wie ein Kakadu und hüpfen wie ein Känguru. In den kleinen Betten im Landkreis wurde danach sicher gut geschlafen.

VON ANDREAS URHAHN

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