„Musical Night“ begeisterte Zuschauer im Uelzener Theater an der Ilmenau

Von Cole Porter bis Udo Lindenberg

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Bei Songs aus dem Musical „Rocky Horror Picture Show“ gaben die Musiker auf der Bühne im Theater an der Ilmenau Vollgas.

ffr Uelzen Natürlich durfte „Die Musik der Nacht“ aus dem „Phantom der Oper“ nicht fehlen – zu sehr ist diese gefühl-same Melodie zum Inbegriff des Musicals der Neuzeit geworden.

In Uelzens Theater an der Ilmenau standen zu der Musik von Andrey Lloyd Webber Alexandra Gentzen als Christine und Simon Tunkin als das Phantom auf der Bühne.

Axel Törber hatte einige nicht ganz so bekannte Stücke, mehrheitlich aber weitere Ohrwürmer mitgebracht – die Programmliste des Abends reichte von Cole Porters „Kiss me, Kate“ über „West Side Story“, „Evita“, „Mamma Mia“ bis zu Udo Lindenbergs „Hinter’m Horizont geht’s weiter“. Songs aus „Smash“, der Geschichte der Norma Jeane Baker ihren Aufstieg als Weltstar, als Marilyn Monroe, verdankte, waren ebenso dabei wie „Hey, Jude“ – zu dem die Arme der Zuschauer nach oben gingen. Ein wenig ungewöhnlich:

Bei den Abba-Liedern aus „Mamma Mia“ tanzten und sangen drei Frauen.

Den weiblichen Part dieser Musical Night bestritten mit großen Stimmen und immer wieder anderem, zum Song passenden Outfit die bühnengestählten und musicalerfahrenen Sängerinnen Alexandra Gentzen aus Bielefeld, Cory Townsend aus Houston und Theresa Pitt aus Kanada. Mit ihnen oder alleine sangen Sascha Krebs aus Heidelberg und Simon Tunkin aus London.

Verzauberten mit bekannten Melodien aus dem Phantom der Oper: Alexandra Gentzen und Sascha Krebs.

Doch alle Gesangskunst nützt nicht viel, wäre da nicht die Unterstützung durch ein Orchester, in diesem Fall die Axel-Törber-Band mit dem Chef am Schlagzeug und als charmant plaudernder Moderator zwischen den einzelnen Musik-Blöcken. Die Band, die Sängerinnen und Sänger sind ein eingespieltes Team, das seit der ersten Musical Night am 19. März 1993 mit nur wenigen Veränderungen in der Besetzung durch die Lande tourt – mit etwa 100 Veranstaltungen pro Jahr. Bei den Musikern besonders zu erwähnen ist Karsten Fernau an der Bass-Gitarre, der wie ein Wirbelwind über die Bühne fegte und dessen akrobatische Einlagen zu begeistertem Sonder-Applaus anregten.

Insgesamt war dies ein schwungvoller, musikalisch breit gestrickter Abend, der zum Wippen mit den Füßen und Schwenken der Arme einlud. Mit einem Musical-Medley und dem Versprechen, nächstes Jahr wieder nach Uelzen zu kommen, verabschiedeten sich die Mitwirkenden von den Besuchern.

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