Drei Drittklässler haben sich gruselige Begegnung ausgedacht

Schulleiterin der Hermann-Löns-Grundschule: Clowns waren ein Streich

Nach Auskunft der Schulleiterin haben Berichte in unterschiedlichen Medien drei Drittklässler der Hermann-Löns-Grundschule zu einer Streich animiert, der zahlreiche Klassen- und Schulkollegen in Angst vor sogenannten „Horror-Clowns“ versetzte.
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Nach Auskunft der Schulleiterin haben Berichte in unterschiedlichen Medien drei Drittklässler der Hermann-Löns-Grundschule zu einer Streich animiert, der zahlreiche Klassen- und Schulkollegen in Angst vor sogenannten „Horror-Clowns“ versetzte.
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Uelzen. War die Nachricht von den Horror-Clowns an der Hermann-Löns-Grundschule nur ein „Dumme-Jungen-Streich“? Anfang der Woche berichtete die AZ von besorgten Eltern und Schülern, die wahlweise von der Anwesenheit von ein bis zwei entsprechenden Personen auf dem Schulhof wussten. Von gruseligem Erschrecken und sogar von Verfolgungsjagden.

Vor lauter „Clowns-Angst“ weinten ihre Kinder und könnten nicht mehr schlafen, berichteten Eltern. Aber die Schulleiterin Dörte Gröfke-Güthling wertete gestern gegenüber der AZ bezogen auf die Clowns-Sichtung: „Es war alles erstunken und erlogen“.

Drei Schüler, erklärt Gröfke-Güthling, hätten sich die ganze Geschichte ausgedacht und so viele andere in Angst und Schrecken versetzt. Mit den Schülern sei so ein Verhalten mittlerweile zwar ausführlich problematisiert worden. Aber offenbar fruchteten diese pädagogischen Klassengespräche nur bedingt: Gröfke-Güthling berichtet, dass die Schüler zwischenzeitlich auch noch versucht hätten, einen falschen Feueralarm bei der Uelzener Wehr auszulösen.

Während die Schulleiterin bedingtes Verständnis für Schüler äußerte, die etwas Schreckliches nutzten, „um im Mittelpunkt zu stehen“, kritisierte sie insbesondere das Verhalten derjenigen Eltern, die die Sorge um ihre Kinder direkt an die Presse trugen und – auch durch die anschließende Berichterstattung – den „Schulalltag sehr belastet“ hätten.

Sie, aber auch Teile der Elternschaft hätte das „unreflektierte“ Vorgehen geärgert. Nicht zuletzt, weil der Ruf der Hermann-Löns-Schule allgemein, aber auch das Kollegium bezüglich seines Umgangs mit Schülersorgen schlecht gemacht worden seien. In einem Elternbrief appellierte die Schulleiterin gestern an die Vernunft im Umgang mit „Themen, die die Schule betreffen“.

Der AZ gegenüber betonte Gröfke-Güthling gestern abschließend aber auch, dass die Stimmung an der Schule mittlerweile wieder „verhältnismäßig unbelastet“ sei.

Von Steffen Kahl

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