Human-Care will Bewohner der Unterkunft Fischerhof und Uelzener zusammenbringen

Clown-Duo als Integrationshelfer

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Clown Enrico und seine Partnerin Jojo unterhielten in der Flüchtlingsunterkunft Fischerhof: Mit dieser und weiteren Aktionen will Human-Care Bewohner und Uelzener zusammenbringen. Auch eine Gruppe Kinder aus Westerweyhe waren zu Gast.

Uelzen. Mit sechs ihrer Schützlinge ist Eveline Wojtysiak zur Flüchtlingsunterkunft am Fischerhof gekommen. Eingeladen wurden die Leiterin des DRK-Kindergartens in Westerweyhe von Malez Altayeb. Sie ist Leiterin der Einrichtung, die von Human-Care betrieben wird.

Nachdem zu Beginn des Jahres die ersten Flüchtlinge eingezogen sind, geht man bei Human-Care nun den nächsten Schritt. „Die Leute mussten sich nach ihren Einzug zunächst in ihrem neuen Leben orientieren. Jetzt wollen wir Einheimische und Neuankömmlinge zusammenbringen“, sagt René Maynicke, Landesbeauftragter von Human-Care in Niedersachsen.

Eine erste Aktion startete vergangenen Mittwoch. Da war Krankenhaus-Clown Enrico mit seiner Partnerin Jojo zu Gast und unterhielt Eltern und Kinder. „Weitere Veranstaltungen, um die Menschen zusammenzubringen, werden sicher folgen“, kündigte Maynicke an.

Eveline Wojtysiak hat das Besuchs-Angebot gern angenommen. Einige Kinder aus der Unterkunft am Fischerhof besuchen den Kindergarten im Ortsteil. „Sie lernen schnell und integrieren sich gut“, sagt die Erzieherin. Am Mitwoch wollte man sehen, wie die Kinder leben, wenn sie nicht im Kindergarten sind.

116 Menschen, darunter rund 40 Kinder, wohnen derzeit in der neuen Unterkunft. Mitte Februar ist die Human-Care-Einrichtung in Uelzen in Betrieb gegangen. Das Vier-Millionen-Projekt sei der erste Eigenbau nach einem Wohngruppen-Konzept, heißt es bei Human-Care auf der Homepage. Jede Einheit (maximal für sechs Personen) bestehe aus drei Doppelzimmern, einem Bad sowie einer voll ausgestatteten Küche, so Human-Care. Das biete Rückzugsräume und sorge für weniger Konfliktpotenzial.

Zweimal in der Woche gebe es Deutschunterricht für die Asylbewerber aus Syrien, dem Nordirak oder Afghanistan, berichtet Altayeb. Maximal sechs Monate lang sollten die Menschen in dem Gebäude am Fischerhof leben, dann in eine herkömmliche Wohnung umziehen, so Mynicke. Nur: Es sei momentan schwierig, entsprechende Wohnungen in Uelzen zu finden, sagt der Landesbeauftragte. Fluktuation in der Wohnanlage Fischerhof habe es in den ersten Monaten noch nicht gegeben. Die Menschen seien noch im Anerkennungsverfahren.

Von Jens Schopp

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