Cloud-Computing für Anfänger

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Mit Cloud-Computing haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre Daten. Sie brauchen nur einen Internetzugang.

E-Mails abrufen, Fotos austauschen, Musik laden – Cloud-Computing ermöglicht es Ihnen, Inhalte im Internet abzulegen, um sie dort zu speichern oder zu veröffentlichen. Das ist praktisch, bringt aber auch Gefahren mit sich. Nicht alle Anbieter verwalten Ihre Daten sicher.

Das Prinzip ist simpel: Beim Cloud-Computing werden Programme nicht mehr auf einem festen Rechner installiert, sondern ins Internet ausgelagert. Die Software läuft auf großen Servern, die auf der ganzen Welt verteilt stehen. Die Nutzer rufen die Anwendungen über ihren Internetbrowser auf.

Cloud-Computing hat im Wesentlichen fünf Vorteile:

  • Sie legen Fotos, Videos, Dateien oder ganze Programme in der Cloud ab. Das spart Speicherplatz und reduziert die Rechenleistung Ihrer eigenen Geräte.
  • Sie haben jederzeit und von jedem Platz der Welt Zugriff auf Ihre Dateien– sofern eine Verbindung zum Internet besteht.
  • Mit Cloud-Computing können Sie die Programme über jedes Gerät mit Internetzugang öffnen und bearbeiten, also auf jedem Computer, Laptop, Smartphone oder Tablet-PC.
  • Von jeder Datei existiert nur eine Version. Das Synchronisieren mit zwischenzeitlich überarbeiteten Fassungen entfällt. Auch Updates installieren sich automatisch.
  • Sie können Daten mit Freunden teilen. Diese werden auf verschiedenen Endgeräten synchronisiert. So arbeiten Sie mit mehreren Personen gleichzeitig an einem Dokument. Wer auf die Dateien im Internet zugreifen und diese bearbeiten darf, lässt sich durch Nutzerprofile einfach festlegen.

Anwendungen für Privatpersonen

Vielleicht bewegen Sie sich schon in der Cloud, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wenn Sie zum Beispiel Ihre E-Mails nicht über ein Programm wie Outlook oder Thunderbird abrufen, sondern über Webmail-Dienste wie GMX oder hotmail, nutzen Sie bereits Cloud-Computing. Im Internet gibt es viele kostenlose Angebote.

Um Fotos zu speichern, können Sie zum Beispiel die Dienste Flickr oder Picasa verwenden. Sie ermöglichen es Ihnen, Ihre Bilder mit der gesamten Internetgemeinde oder ausgewählten Freunden zu teilen. Zudem können Sie Ihre Fotos im Internet bearbeiten. Sogar von dem bekannten Fotobearbeitungsprogramm „Photoshop“ gibt es eine abgespeckte Onlineversion.

Wer Briefe schreiben, Präsentationen erstellen oder Berechnungen in Tabellen vornehmen will, nutzt bislang meist Microsoft Office oder Konkurrenzprogramme wie Open Office. Doch auch hierfür gibt es Cloud-Computing-Angebote. Kostenlos bieten diesen Service etwa Google Docs und Dropbox an. Damit können Sie Ihre Dokumente online erstellen, speichern, bearbeiten und austauschen. Allerdings erreichen diese Angebote bei weitem noch nicht den Funktionsumfang der klassisch installierten Office-Pakete.

Die „iCloud“ des Multimedia-Riesen Apple synchronisiert Ihre Daten auf verschiedenen Apple-Geräten und Windows-Rechnern. Das bedeutet: Neu aufgenommene Fotos oder Videos von Ihrem Smartphone erscheinen automatisch auch auf ihrem Laptop oder Tablet-PC. Geladene Apps, Musik oder eingetragene Termine sind durch Cloud-Computing ebenfalls auf jedem Gerät verfügbar. Fünf Gigabyte Speicherplatz stellt Apple Ihnen kostenlos bereit.

Sicherheit und Datenschutz

Die große Herausforderung beim Cloud-Computing ist die Sicherheit. Die Redaktion des Experten-Portals Techfacts beantwortet Ihnen alle Fragen zum Thema Datenschutz.

Wenn Dienste und Daten auf Servern im Internet liegen, werden Großrechner nämlich zu begehrten Angriffszielen für Cyberkriminelle. Zudem besteht die Gefahr, dass durch technische Pannen andere Nutzer Zugang zu Ihren Daten erhalten. Viele Angebote stammen bislang von Firmen aus den USA, die sich nicht an die deutlich strengeren Datenschutz-Bestimmungen in der EU halten müssen. Überlegen Sie genau, welche Daten Sie einem Cloud-Anbieter anvertrauen.

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