Dem Uelzener Rettungshubschrauber fehlte vor 25 Jahren ein Abkommen mit der DDR

„Christoph 19“ konnte nicht retten

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Der Heimat- und Museumsverein Hitzacker (Elbe) und Umgebung hat in Hitzacker eine Gedenktafel enthüllt – zur Erinnerung an einen Mann, der vor 25 Jahren durch ein fehlendes Abkommen zwischen BRD und DDR nicht vom Uelzener „Christoph 19“ gerettet werden konnte.

dib Hitzacker/Uelzen. Dem Notarzt im Rettungshubschrauber „Christoph 19“ aus Uelzen waren vor 25 Jahren die Hände gebunden: Heinz Engel ist Heiligabend 1989 mit seiner Familie aus Hitzacker über die Elbe gefahren.

Auf dem Weg im Deichvorland in Herrenhof brach der 52-Jährige mit einem Herzinfarkt zusammen. Zu Hilfe gerufen wurde der Uelzener „Christoph 19“ mit einem Notarzt an Bord – doch nach Polizeiangaben hatte dieser damals die Landung auf DDR-Gebiet abgelehnt. Es fehlte am 24. Dezember 1989 ein Abkommen zwischen beiden deutschen Staaten für den Einsatz eines Rettungshubschraubers. „Damit wurde Heinz Engel vermutlich das letzte deutsch-deutsche Grenzopfer“, sagte nun der Leiter des Museums „Das Alte Zollhaus“ Hitzacker, Klaus Lehmann, bei der Enthüllung einer Gedenktafel am Ostufer der Elbe – 25 Jahre nach dem Unglück.

Der Heimat- und Museumsverein Hitzacker (Elbe) und Umgebung erinnerte somit an den 24. Dezember 1989, als die erste Fähre seit Kriegsende an dieser Stelle Bürger der Bundesrepublik Deutschland in die DDR brachte. Bereits am 19. November hatte das Motorschiff „Drawehn“ tausende Mecklenburger in die Elbestadt Hitzacker gebracht, die zwei Tage auf die Öffnung des Grenzzauns gewartet hatten.

Mit der Aufstellung des Findlings auf dem Bitterschen Werder will der Museumsverein nun auch an den Bundesbürger Heinz Engel erinnern. Der 52-Jährige starb noch vor seiner Rückkehr nach Hitzacker auf einem westdeutschen Zollboot.

Von Diane Baatani

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