Von Woche zu Woche

Neue Chance für Kurhaus und Stadt

Sanierung oder Neubau, mit privaten Partnern oder ohne – das Gedankenkarussell zur Zukunft des Bad Bevenser Kurhauses hat sich in den vergangenen Monaten, ja Jahren rasant gedreht. Favorisiert wird ein Kurhaus-Neubau von der Mehrheit des Bad Bevenser Stadtrates schon lange.

Wiebke Brütt

Rund lief es bisher dennoch nicht: Finanzierungssorgen wegen geänderter Förderrichtlinien und ein gescheiterter Architektenwettbewerb sind nur zwei Negativschlagzeilen. Hinzu kommt der Zeitdruck – die Fördertöpfe des Landes stehen nur begrenzt bereit. Und als wenn das nicht schon genug wäre: Die lange Lösungssuche provoziert ein weiteres Problem „fehlende Planungssicherheit“.

Bad Bevensen Marketing GmbH und Kurgesellschaft machen Druck – zu Recht! Wie soll das Kurhaus samt Programm beworben werden, wenn die Zukunft ungewiss bleibt? Die derzeitige Architektensuche ist eine zweite Chance: Alles auf Null. Zwölf Fachleute haben sich beworben. Nun heißt es, trotz Zeitdruck mit Bedacht analysieren und bewerten.

Einen weiteren Fehltritt kann sich die Stadt nicht leisten – alleine des Images wegen. Noch kann die „unendliche Geschichte Kurhaus“ ein gutes Ende nehmen: Wenn sich ein Entwurf findet, der optisch und funktional zum neuen Selbstverständnis Bad Bevensens passt, das nahezu alle Bereiche des Lebens abdeckt – angefangen bei dem Veranstaltungsprogramm bis hin zur Wirtschaft, dem Habitus der Einwohner.

Die Übergangsphase, in der das alte Kurhaus nicht mehr und ein neues noch nicht stehen würde – wenn es denn überhaupt soweit kommt – kann genau dieses Selbstverständnis der Stadt noch beflügeln: Nämlich dann, wenn Einwohner, Funktionäre und Gäste gemeinsam etwas gestalten. Gemeinsam kreativ denken und diese Zeit zum Übergang in was Neues nutzen.

wiebke.bruett@az-online.de 

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