Leerrohre sollten vorausschauend mitverlegt werden

CDU: Tiefbau für DSL-Projekt nutzen

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Damit die Daten fließen: Die CDU spricht sich dafür aus, dass nun bereits bei Bauarbeiten Leerrohre verlegt werden, in denen später die Glasfaserkabel laufen könnten.

Uelzen/Landkreis. Laufende Tiefbauarbeiten, so heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Kreistag, sollten ab sofort genutzt werden, um die geplante, flächendeckende Internet-Breitbandversorgung voranzutreiben.

Wie berichtet, ist eine Breitbandoffensive im Kreis angedacht, bei der ein Leerrohrnetz verlegt wird, das dann von einem Telekommunikationsunternehmen zur Nutzung gepachtet wird. Ab dem Sommer soll ein Beratungsbüro das Leerrohrnetz planen. Zeit, die ins Land streicht und nach Auffassung der CDU schon genutzt werden könne. Denn Leerrohre könnten bereits vorausschauend bei den anstehenden Maßnahmen mitverlegt werden, erklärt Fraktionschef Claus-Dieter Reese. Dies sei in der Stadt Uelzen wie auch im Umland problemlos möglich, da die SVO, die Stadtwerke Uelzen, der Wasserversorgungszweck-Verband und die Abwasserverbände kommunale Partner des Kreises seien. „Die notwendigen Kosten sollte der Landkreis unabhängig von der Gesamtplanung vorfinanzieren“, so der CDU-Politiker. Die Fraktion sei sich einig, dass der Ausbau der Datenautobahn für den Kreis genauso wichtig sei, wie der Bau der A 39.

Federführend für das Leerrohrnetz-Projekt ist die Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“. Der Vorstoß der CDU wird dort positiv bewertet, denn es ließen sich Kosten einsparen, wenn Leerrohre bei ohnehin notwendigen Baumaßnahmen verlegt würden, meint die Leiterin Marlis Kämpfer. Allerdings nun schon damit zu beginnen, sei womöglich verfrüht. „Es ist zum Beispiel die Frage noch zu klären, ob die Leerrohre nur bis zu den Kabelabzweigern führen oder direkt bis an die Häuser verlegt werden sollen“, erläutert Kämpfer.

Auch der Aufbau des Leerrohr-Netzes sei bekanntlich noch nicht geplant, sodass womöglich nun Leerrohre verlegt würden, die man gar nicht bräuchte.

Von Norman Reuter

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