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Carsten Behnke hat eine Uelzener Monopoly-Version gebaut

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Von: Theresa Brand

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Carsten Behnke hat eine Uelzener Version des Spieleklassikers Monopoly entworfen
Carsten Behnke hat schon 2005 eine Uelzener Version des Spieleklassikers Monopoly entworfen und mit viel Mühe selbst gefertigt.  © Theresa Brand

Im Dezember hat die Hansestadt verkündet, dass der US-Hersteller Hasbro eine exklusive Uelzen-Version des weltweit bekannten Spiele-Klassikers Monopoly herausbringen will. Diese Idee hatte Carsten Behnke schon vor über 16 Jahren – und hat sie auch umgesetzt.

Uelzen – Komma statt Goethestraße, Alcatraz statt Parkstraße und anstelle des Südbahnhofs die Oase. Auf dem Spielfeld der Uelzener Monopoly-Version von Carsten Behnke finden sich nicht die klassischen Straßennamen, sondern bekannte Lokalitäten der Hansestadt. Die Idee, eine eigene Version des Spieleklassikers zu machen, kam ihm vor 16 Jahren in einer Runde mit sechs Freunden, mit denen er zu der Zeit oft gemeinsam unterwegs war.

Ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk

„Ich wollte meinem besten Kumpel etwas Besonderes zum 30. Geburtstag schenken“, erzählt Carsten Behnke. Also macht er sich ans Werk. Ein Trinkspiel soll es werden, so viel steht fest. Was liegt da näher, als die Straßen durch Kneipen zu ersetzen? Mit viel Liebe zum Detail macht sich der Uelzener daran, mit einem Lötkolben das Spielbrett aus Holz zu bearbeiten. „Ich habe versucht, alles ordentlich und genau einzubrennen“, erzählt er. „Das soll ja auch was fürs Auge sein.“ Selbst bei den Karten, die zu dem Spiel gehören, lässt er sich etwas einfallen: Seine Schwester arbeitet in einer kleinen Druckerei in Hamburg. Hier werden schließlich die Spielkarten professionell gedruckt.

Statt Häuser müssen die Spieler Tresen bauen, aus Hotels werden kurzerhand Cocktailbars. Für die Ereignis- und Gemeinschaftskarten überlegt sich Carsten Behnke kleine Aufgaben, die immer mit persönlichen Geschichten und Anekdoten zu tun haben. Insgesamt ist er ein halbes Jahr damit beschäftigt, sein Uelzen-Monopoly zu entwickeln. „Es hat mir wirklich Spaß gemacht“, sagt er rückblickend.

„Papa, wir müssen das jetzt spielen“

Als er das Geschenk schließlich übergibt, ist die Begeisterung groß – doch bis mit dem kleinen Kunstwerk auch gespielt wird, dauert es am Ende 16 Jahre. Irgendwie habe es sich nie ergeben, meint Carsten Behnke. Doch vor einiger Zeit kommt sein Sohn auf ihn zu und macht Nägel mit Köpfen: „Papa, wir müssen das jetzt spielen.“ Also holt er das Spiel von seinem Freund ab und weiht nach langer Zeit das Monopoly endlich ein. „Wir haben fünf Stunden gespielt, das war toll“, erzählt der Familienvater. Bis ein Sieger feststeht, dauert es dann fünf Abende, für die Carsten Behnke immer wieder neue Aktionskarten schreibt. Ziemlich aufwendig, meint er, aber es hat sich gelohnt.

Mittlerweile hat sich der Uelzener schon ein neues Projekt gesucht: Aktuell arbeitet er an einer Version des Spiel des Lebens – natürlich wieder als Sonderedition für die Hansestadt. Das Spielfeld soll die Innenstadt werden. „Ich habe schon maßstabgetreu die Straßen aufgezeichnet“, erklärt Carsten Behnke.

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