Mehr als 100 Mitarbeiter der Telekom warten auf Verhandlungen

Call-Center stellt sich quer

Mehr als 100 Mitarbeiter der Telekom-Standorte in der Region beteiligen sich an den Streiks. Foto: Privat

dib Uelzen. Die Uelzener Mitarbeiter der Deutschen Telekom lassen in ihren Forderungen nach Gehalterhöhungen nicht nach. Nach einer Demonstration mit 110 Angestellten, auch aus den umliegenden Städten, haben sie für heute bereits eine weitere Aktion angekündigt.

Voraussichtlich werden sich wieder mehr als 100 Mitarbeiter verschiedener Telekom-Sparten daran beteiligen.

Die große Tarifkommission wird in der kommenden Woche über das weitere Vorgehen beraten. Uwe Kantelberg, Uelzener Streikleiter von Verdi, vermutet, dass die Tarifkommission dabei scheitern wird. Nachdem Verhandlungen für die Telekom Deutschland mit Mobilfunk und Servicebetrieben abgebrochen wurden, läuft der Tarifkonflikt nun auf eine Schlichtung hinaus.

Die Gewerkschaft Verdi fordert rund 6,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten für die Angestellten der Telekom. Zuletzt hatte die Telekom ein Angebot vorgelegt, das die Anhebung der Gehälter von 3,5 Prozent vorsieht. Wird diese Erhöhung auf zwölf Monate herunter gerechnet und der Zeitraum von fünf Monaten ohne Tarifanhebung berücksichtigt, ergibt sich nach Berechnungen von Verdi nur ein Plus von 1,3 Prozent. Für die fünf Monate hatte die Telekom eine Einmalzahlung vorgesehen.

Die Mitarbeiter des Uelzener Call-Centers der Telekom befürchten, dass der hiesige Standort aufgegeben wird. „Für die VCS (Vivento Customer Services) gibt es noch keine Verhandlungen“, teilt Kantelberg mit. „Hier lehnt der Arbeitgeber Verhandlungen ab, obwohl es viele Jahre keine Gehaltserhöhungen gegeben hat. Die Aufnahme von Verhandlungen soll durch den Streik erzwungen werden.“

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