Jeder Vierte hat Wahlscheinantrag gestellt

Bundestagswahl: Viel mehr Briefwähler in Uelzen als 2017

Welche Partei hat bei der Bundestagswahl 2021 in Kassel die Nase vorne?
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Per Brief bei der Bundestagswahl abstimmen: Das steht in der Hansestadt hoch im Kurs. Schon fast jeder vierte Wahlberechtigte könnte seine Stimme abgegeben haben.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Wer regiert Deutschland in welcher Koalition unter welchem Kanzler nach der Ära Merkel? Diese Frage bewegt auch die Menschen in der Hansestadt Uelzen. Die Briefwahl-Resonanz ist jedenfalls deutlich höher als vor vier Jahren.

Uelzen – Am Sonntag (26. September) sind 26.614 Wahlberechtigte in der Hansestadt Uelzen aufgerufen, bei der Bundestagswahl mitzuentscheiden, wie Deutschland künftig regiert wird. Im Gegensatz zur Kommunalwahl vor zwei Wochen wird die Stimmabgabe diesmal sehr viel schneller ablaufen – und mutmaßlich die Auszählung ab 18 Uhr auch.

Mit der Erststimme entscheiden die Bürgerinnen und Bürger darüber, wer den Wahlkreis 44 Celle-Uelzen in der neuen Legislaturperiode über das Direktmandat in Berlin vertritt.

Acht Kandidaten für das Direktmandat

Der CDU-Abgeordnete Henning Otte tritt erneut an, seine Mitbewerber sind Dirk-Ulrich Mende (SPD), Anja Schulz (FDP), Markus Jordan (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph Podstawa (Die Linke), Thomas Ehrhorn (AfD), Andrew Schlüter (Internationalistisches Bündnis) und Philip Siebold (Freie Wähler). Mit der Zweitstimme unterstützt jeder Wähler dann eine politische Partei.

Wie schon bei den Wahlen des Bürgermeisters, des Kreistages, des Stadtrates und der Ortsräte zeichnet sich ab, dass vor allem angesichts der Corona-Pandemie deutlich mehr Menschen ihre Stimme bereits im Vorfeld des Wahltages per Briefwahl abgeben.

Deutlich mehr Briefwahlunterlagen beantragt

Die aktuellen Zahlen belegen das: Bei der letzten Bundestagswahl am 24. September 2017 waren 4456 Wahlscheinanträge gestellt worden, bis zum gestrigen Donnerstag um 10 Uhr waren bereits 6542 Wahlscheinanträge eingegangen. Das entspricht einem satten Plus von 46,8 Prozent. 24,6 Prozent aller Wahlberechtigten haben damit einen Antrag auf Briefwahl gestellt – und zum größten Teil schon gewählt.

Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl am 12. September mussten die Wahlhelfer in sechs Briefwahllokalen lediglich 5212 abgegebene Stimmen auszählen. Das sind etwa 20 Prozent weniger als jetzt für die Bundestagswahl Wahlscheinanträge gestellt worden sind.

Zur Einordnung: 2017 hatte die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl im Landkreis Uelzen bei fast 76 Prozent gelegen, bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen waren 54,9 Prozent aller Wahlberechtigten auch zur Urne gegangen.

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