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Bundespolizisten aus Uelzen mit „Volltreffer“ am Bahnhof in Kiel

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Von: Lars Becker

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Auf der Reise zwischen Wien und München konnte bei Grenzkontrollen neben den illegal Einreisenden auch der Schleuser erwischt werden
Beamte der Bundespolizei aus Uelzen nahmen im Bahnhof Kiel einen 28-Jährigen fest, der allerlei Waffen und auch Drogen mitführte. © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Im Zuge der Abfahrtsüberwachung nach dem Zweitliga-Fußballspiel zwischen Holstein Kiel und dem 1. FC Kaiserslautern (2:2) haben Kräfte der Bundespolizeiabteilung aus Uelzen am Sonnabend einen „Volltreffer“ gelandet: Ihnen fiel ein Mann ins Auge, der einen Rucksack mit Munition und Waffen bei sich trug.

Kiel/Uelzen – Gegen 15.40 Uhr am Sonnabend (23. Juli) sahen Bundespolizeikräfte aus Uelzen am Bahnhof in Kiel einen 28-Jährigen. Aus dessen Rucksack habe ein ungewöhnlicher Gegenstand herausgeragt und sofort die Aufmerksamkeit der Beamten erregt, wie die Bundespolizeiinspektion Kiel mittelt.

Der verwirrt wirkende Mann habe erklärt, dass er eine Pistole mitführen würde, er wurde in Gewahrsam genommen. Im Rucksack waren laut Bundespolizei Platzpatronen, zwei Messer, ein Tierabwehrschussgerät sowie Drogen und Gegenstände für den Drogenkonsum.

Schreckschusswaffe beschlagnahmt

Zusätzlich wurde eine Schreckschusswaffe gefunden, die mit einem Magazin und sechs Platzpatronen versehen war. Alle Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Desweiteren sollte der Mann seine Stiefel ausziehen, dazu zog er plötzlich seine Schnürsenkel aus den Stiefeln und begann die eingesetzten Beamten damit zu „peitschen“, wie es in einer Pressemittelung heißt.

Polizeiarzt entnimmt Blutprobe

Zwei Beamte seien getroffen und leicht verletzt worden, aber dienstfähig geblieben. Nach seinem plötzlichen Widerstand wurde der Mann mittels einfacher körperlicher Gewalt auf den Boden gebracht und gefesselt, so die Bundespolizei.

Nach seinem Wutausbruch wurde der Bereitschaftrichter zur Anordnung einer Blutprobe kontaktiert. Diese wurde angeordnet und durch einen Polizeiarzt durchgeführt. Nach Fertigung der Strafanzeigen wurde der Mann mit einem 24-stündigen Platzverweis für den Bahnhof Kiel belegt und er konnte die Dienststelle gegen 20.12 Uhr verlassen.

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