Bundespolizei am Hainberg würdigt Verdienste von Wilhelm Schulz

Den Menschen verbunden

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Jubilar Wilhelm Schulz (links), Leitender Polizeidirektor in Bad Bramstedt und Stellvertreter des Präsidenten in der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, nimmt die Glückwünsche von Dieter Romann, dem Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums, entgegen.

Uelzen. „Das habe ich mir gewünscht – unterschiedliche Arbeitsbereiche“, sagt der 1953 in Bad Bevensen geborene Jubilar Wilhelm Schulz, der seine Ausbildung bei der Bundespolizei 1973 in Uelzen begann und sich im Kreis Uelzen kommendes Jahr zur Ruhe setzen wird.

Eine stringente Vita? Nein. Er habe unter dem Dach der Bundespolizei alle erdenklichen Berufe ausüben dürfen, würdigt der Jubilar die Behörde als Arbeitgeber. Nach der Devise „eine behutsame Überforderung sei erlaubt“ hatten ihn seine Vorgesetzten immer dort eingesetzt, wo er nicht nur sich, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Bundespolizei unter Beweis stellen konnte und durfte. Und alle diejenigen, die Schulz in seinem turbulenten Berufsleben begleitet, gefördert und gefordert haben, waren gestern von überall her nach Uelzen gekommen, um mit ihm am Hainberg sein Jubiläum zu feiern.

„Ich habe nie erlebt, dass Wilhelm Schulz halbe Sachen macht“, sagte der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, bevor er Schulz die obligatorischen Urkunden aushändigte. „Was er anpackte, macht er entweder richtig oder gar nicht“, schmunzelte er, „doch für das Letztere fällt mir nicht ein einziges Beispiel ein.“

Aus Schulz’ letztem Engagement als Leiter des „German Police Project Team“ (GPPT) in Afghanistan entstand die Patenschaft für die Gründung einer kooperativen Unterstützung der afghanischen Polizeiakademie mit der Lübecker Akademie. Beide sollen eine weitere Unterstützung und Dokumentation der Arbeit in Afghanistan sicherstellen. Erst seit September wieder in Deutschland, wird der Jubilar noch bis März seinen Dienst in Bramstedt verrichten. Von den 40 Jahren war er nach seiner Ausbildung insgesamt noch mehr als zehn Jahre in Uelzen eingesetzt. Polizeipräsident Romann würdigte auch die „Freigabe“ durch seine Ehefrau Imken, die akzeptieren musste, dass ihr Mann 33 Monate in Afghanistan bleiben würde. Keiner der über 130 Menschen, die in den 40 Jahren mit Schulz arbeiten – vom Fahrer und der Sekretärin über „die Echten von der Küstenwache“ sowie ranghohe Beamte bis hin zum früheren Deutschen Botschafter in Kabul, Rüdiger König – sparten gestern mit Attributen. Kollegen wie Vorgesetzte finden Formulierungen wie „den Menschen sehr verbunden“ – Eigenschaften, für die sie Schulz immer besonders zu schätzen wussten.

Von Angelika Jansen

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