Gruppe von Männern will Sicherheit für Frauen und Kinder gewährleisten

Bürgerwehr patrouilliert durch Uelzen

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Im sozialen Netzwerk Facebook präsentiert sich die Bürgerwehr Uelzen unter anderem mit einem Bild, auf denen die Mitglieder in Warnwesten mit Emblemen vor dem Rathaus stehen.

Uelzen. Es ist ein Phänomen, das nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in immer mehr Städten anzutreffen ist – nun haben sich auch in Uelzen Männer zu einer Bürgerwehr zusammengeschlossen. Die Mitglieder präsentieren sich im sozialen Netzwerk Facebook.

Mit gelben Warnwesten samt Emblem stehen sie auf Bildern vorm Uelzener Rathaus und an einem Ortsschild – auf einem Foto ist das Satz „Uelzen hält seine wacht!“ zu lesen. In einem Textbeitrag erklärt ein Eduard Klein, dass die Bürgerwehr sicherstellen wolle, dass „unsere Frauen und Kinder sicher durch die Straßen gehen können. “ Klein gründete auch die öffentliche Facebook-Gruppe zur Bürgerwehr, die gestern Nachmittag 50 Mitglieder zählte.

Die Polizei hat Kenntnis von der Bürgerwehr. Wie Ralf Munstermann, Leiter des Uelzener Streifendienstes, gestern der AZ sagte, sei die Polizei dabei, die Personalien der Personen zu ermitteln, die durch die Stadt patrouillieren würden. „Es sind Gespräche geplant, bei denen wir ihnen klipp und klar sagen, was erlaubt ist und was nicht“, so Munstermann.

Durch die Stadt laufen dürfen die Mitglieder der Bürgerwehr, dabei aber nicht die Aufgaben der Polizei übernehmen. Laut Gesetz sei es Bürgern, so erklärt Polizeisprecherin Antje Freudenberg, lediglich erlaubt, Menschen festzuhalten, wenn diese bei einer Straftat beobachtet werden. Es dürfe zu keiner körperlichen Gewalt kommen. [...]

Von Norman Reuter

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