Land verleiht der Uhlenköperstadt offiziell den Titel

Bürgermeister verkündet: Uelzen ist jetzt Hansestadt

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Rund 400 Gäste kamen am Sonnabend zum Neujahrsempfang der Stadt Uelzen ins Rathaus. Dort teilte Bürgermeister Jürgen Markwardt (rechts) mit, dass sich Uelzen nun offiziell Hansestadt nennen darf. Das hat das Innenministerium entschieden.

Uelzen. Die Stadt Uelzen darf sich ab sofort offiziell Hansestadt nennen. Das gab Bürgermeister Jürgen Markwardt am Sonnabend vor 400 Gästen beim Neujahrsempfang der Stadt im Rathaus bekannt.

Tags zuvor war der Brief mit der Botschaft vom Niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius im Rathaus eingetroffen.

Uelzen erfüllt die Voraussetzungen, um die Bezeichnung „Hansestadt“ zu führen, heißt es in der Post aus dem Ministerium. „Dies erfüllt mich mit besonderer Freude. Für die Stadt ist der Titel von großer Bedeutung“, sagt Jürgen Markwardt. Er habe eine Werbewirkung und werde zum Imagegewinn für Uelzen beitragen. Der offizielle Termin für die Übergabe der Urkunde über die Verleihung des Titels durch das Innenministerium steht noch nicht fest.

Die Stadt Uelzen hatte im April 2015 einen Antrag auf Verleihung des Titels Hansestadt gestellt. Unterstützt wurde die Stadt vom Vorsitzenden der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Professor Dr. Thomas Vogtherr. Detailliert hat er begründet, warum Uelzen den offiziellen Titel verdient. In den ersten Erwähnungen der 1270 mit Stadtrecht versehenen Stadt Uelzen wird bereits die Orientierung auf den Wirtschaftsraum der Hanse hervorgehoben.

Frühere Aufzeichnungen von Uelzener Händlern und Kaufleuten belegen, dass weit gespannte Verbindungen des Handels bestanden. Im Spätmittelalter fanden sich Uelzener Händler sogar im hansischen Englandhandel. Die Bezüge zur Hanse fallen bis heute ins Auge. Trotz der schweren Zerstörungen durch Stadtbrände und den Zweiten Weltkrieg hat Uelzen Baudenkmäler bewahrt, die hanseatisch gestaltet sind und zu beeindruckenden Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik zählen.

Die Stadt will jetzt auch mit Planungen beginnen, dieses Ereignis mit den Bürgern zu feiern. „Die Uelzener Stadtgeschichte können wir nun noch stärker in den Fokus rücken und in das moderne Stadtleben mit all den Angeboten einfließen lassen“, erklärt Markwardt.

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