Bürgerbegehren zum Marktplatz gestartet

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Der Bau eines Marktcenters am Rande der Uelzener Innenstadt sorgt weiter für heftige Reaktionen.

tm Uelzen. Der Bau eines Marktcenters am Rande der Uelzener Innenstadt sorgt weiter für heftige Reaktionen. Jetzt hat die Vorsitzende der Wählergemeinschaft „Wir für Uelzen“ ein Bürgerbegehren gestartet, mit dem sie erreichen wollen, dass das betroffene ehemalige Wochenmarkt-Gelände als Parkplatz im Besitz der Stadt bleibt. Zuvor hatte schon der Handelsverein die Informationspolitik der Stadt zu dem Projekt kritisiert. Am 29. März soll das Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Die von der Bevölkerung zum Parken genutzte Fläche des ehemaligen Wochenmarktgeländes (...) muss im Grundbesitz der Stadt Uelzen bleiben“ – für dieses Bürgerbegehren will Geschäftsfrau Susanne Niebuhr jetzt Unterschriften sammeln. Betroffen davon ist auch jener Bereich, auf dem ein Investor ein Marktcenter mit verschiedenen Geschäften errichten will – Voraussetzung ist der Kauf dieses Grundstücks. Bei der Stadt nimmt man den Antrag von Niebuhr „zur Kenntnis“, so Baudezernent Karsten Scheele-Krogull: „Es ist jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb dieser Antrag zum Thema Parkfläche gestellt wird“, ergänzt der Amtsleiter. Denn Dauerparkplätze würden auch nach der geplanten Bebauung weiterhin in gleicher Anzahl unentgeltlich zur Verfügung stehen. Das sei Teil der Ausschreibung für das Projekt. „Da die Parkflächen somit weiterhin da sind, ist uns nicht klar, worauf das Bürgerbegehren konkret abzielt“, so Scheele-Krogull weiter.

Der Handelsverein hatte derweil der Stadtverwaltung vergangene Woche einen mehrseitigen Fragekatalog vorgelegt, da man sich bei dem Projekt nur unzureichend informiert fühlt.

Die Stadt will die Öffentlichkeit nächsten Dienstag, 29. März, um 18.30 Uhr im Rathaus über das Vorhaben informieren, anschließend beraten um 20 Uhr an gleicher Stelle Stadtentwickungs- und Stadtplanungsausschuss in öffentlicher Sitzung über das viel diskutierte Projekt.

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